Der Border Collie

Der Border Collie ist eine schon ältere Rasse aus dem Jahr 1570, denn dort wurde er schon vom Leibarzt der Queen Elisabeth I. beschrieben. Der Stammvater vom heutigen Border Collie lebte und arbeitete auf einer englischen Farm. Der „Old Hamp“ wurde 1893 zu dem wichtigsten Zuchtrüden, da er sehr außergewöhnliche Hütefähigkeiten besaß. Wer sich heute einen Border Collie holt, weiß in der Regel um dessen Fähigkeiten.

Leider informieren sich nicht alle Halter genau und ärgern sich dann, wenn es schiefgeht.

Der Border Collie wird in die Klasse der Hüte- und Treibhunde eingeordnet. Das Gewicht liegt bei 15 bis 20 kg und hat eine Widerristhöhe von 50 bis 55 cm. Das Fell ist zwischen kurz und mittellang bis zu einem langen Haarkleid. Laut dem Rassestandard werden folgende Variationen anerkannt:

• Schwarz-weiß
• Braun
• Braun-Schwarz
• Blue Merle
• Tricolor, jedoch soll die Fellfarbe Weiß nicht überwiegen.

Das Deckhaar sollte dicht sein und eine mittlere Textur aufweisen. Die Unterwolle muss dicht und vor allem weich sein, damit ist der Hund mit einem wetterfesten Schutz versehen. Border Collies mit mäßig langem Fell werden Mähne, die Hosen an den Hinterbeinen und die Fahne reicher ausgeprägt, während das Fell im Gesicht, den Ohren und den Füßen glatt und kurz sein sollte.

Der Körper sollte gut proportioniert sein, lieber etwas länger als zu quadratisch. Einen breiten Kopf mit mittelgroßen Ohren haben, die entweder nach vorne überkippen oder aufrecht stehen können. Das aussehen sollte harmonisch und geschmeidig sein und in Bewegung sollte er genügend rauf greifende Substanz zeigen. Die Bewegungen sollen Federn und leicht aussehen. Die geduckte Haltung, die er oft zeigt deutet von hoher Konzentration und ist hier kein Haltungsfehler. Sein Bewegungsdrang ist sehr hoch, was man mit der Haltung beachten sollte. Der Pflegeaufwand ist mittelhoch, das sich aber nach der Felllänge richtet.

Das Wesen des Border Collies

Ein Hund voller Eigenschaften, da muss man auch nicht lange überlegen. Bei einer Beschreibung kann man ins Schwärmen kommen und in Begeisterung ausbrechen. Er hat ein liebes würdiges Wesen, was ihn attraktiv macht. Er ist anhänglich, gehorsam und auch sehr wachsam und meldet sich, auch wenn evtl. eine Gefahr sich andeutet. Der Border Collie ist sehr aufmerksam und intelligent, sportlich und sehr wachsam. Er ist in Haus und Wohnung eher ruhig und angenehm und würde für seine Familie alles tun, er möchte seine Aufgabe auch richtig erfüllen. Dafür gibt er alles und geht dafür auch fast an die Grenzen seiner Kräfte. Er ist sehr Lehrfreudig, die das Arbeiten mit dem Border Collie sehr angenehm und erfolgreich machen. Durch seine Lauffreudigkeit, Lehrfreudigkeit und diese Klugheit ist er mit Begeisterung bei seiner Arbeit.

Die Bewegungen im Gelände sind elegant, mit Anmut und Charme und auch frei und mühelos. Die volle Qualität kann man erst sehen, wenn er bei der Hütearbeit ist, er reagiert sehr schnell auf gegebene Zeichen und hat die Herde immer fest im Blick und merkt sofort, wenn ein Tier aus der Reihe tanzt und bringt es dann zurück. Er treibt seine Herde in die Richtung, die ihn vorgegeben wurde.

Erziehung von einem Border Collie

Die Erziehung sollte von Welpen Alter an gemacht werden, aber mit den richtigen Maßstäben. Die Rasse ist leicht zu erziehen, aber der Hund möchte schon von klein an immer eine Aufgabe bekommen, die er erfüllen soll und dem Alter entsprechend auch kann. Es dauert nicht lange. Bis man Verstanden hat, was man möchte. Er muss aber alles genau lernen wie jeder andere Hund auch. Also das er stubenrein wird, Sitz, Platz, alleine bleiben und dass er nicht an der Leine ziehen darf. Aber die Erziehung muss mit Liebe und ruhiger Stimme gemacht werden, wenn jemand zu laut oder grob wird. Zu brüllend und laut kann ihn Verunsichern, er ist da doch sehr empfindlich mit. Dann kann es sein das er den Dickkopf zeigt und durchsetzt und es schlägt in Frust um. Wenn er nicht genug gefordert wird, kann er auch seinen Gehorsam verweigern und entscheidet selbst was er möchte. Das passiert eben auch, wenn er Unterfordert wird. Dann wird aus einem friedlichen, liebevollen Hund ein Hund, der die Wohnung auseinander nimmt, der Mist baut und aggressiv wird.

Der Border Collie möchte beschäftigt werden. Er braucht eine Aufgabe und vor allem viel Bewegung. Die Rasse ist nichts für Menschen, die nicht mehr so rüstig sind oder den ganzen Tag am PC sitzen und Arbeiten möchten. Er braucht einen Menschen, mit dem er Sport machen kann, wenn man keine Tiere hat, zum Hüten dann geht auch Agility, Obedience oder andere Tätigkeiten, die den Hund beschäftigen und seine Intellekt fordern und fördern. Man muss eine gute Mischung finden, nicht zu wenig und nicht zu viel. Es darf den Hund nie an die Grenzen bringen, dass es gesundheitliche Probleme führen kann.

Krankheiten vom Border Collie

Der Hund kann wie andere Hunde auch krank werden. Spezielle Krankheiten für diese Rasse können sein MDR-1 Defekt und Merle-Problematik. Es können selten auch Epilepsie und eine Neigung zu HD – Hüftgelenksdysplasie vorkommen. Selten sind gewisse Geräuschempfindlichkeiten bekannt.

Der Border Collie ist eine Rasse, die sehr anspruchsvoll ist und vor allem neben einer guten Erziehung auch immer eine Auslastung braucht die Körperlich aber auch geistig zu sein muss. Er ist kein Hund für Anfänger oder Menschen die Körperlich nicht in der Lage sind, dem Hund das zu bieten. Dann wird der Hund unglücklich und aus dem glücklichen Hund wird ein Tyrann im Haus und die Hunde werden zu einem Problem und landen dann im Tierheim. Man sollte bei dieser Rasse eine Entscheidung treffen für den Hund und nicht für das Verlieben in diese Rasse.

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