Entscheidung für den Hund – Was muss ich beachten?

Wenn man irgendwann für einen Hund entscheiden möchte, muss man vorher sich über einige Fragen und Punkte Gedanken machen. Als ich mich vor über 20 Jahren entschieden habe für einen Hund, war das sehr leicht und einfach. Ich hatte damals im Tierheim gearbeitet, mich mit meinen Großeltern lange unterhalten und dann mich für einen Hund entschieden. Welche Kosten auf mich zukommen, folge kosten und was ich Sparen muss, das wusste ich genau. Doch es gibt immer wieder Menschen, die machen sich keine Gedanken und am Ende leidet der Hund. Damit das nicht passiert, schreibe ich den Artikel mit den wichtigsten Fragen. Wenn Ich das mit JA beantworten kann, steht dem Hund nichts im Weg.

Wie beantwortet ihr diese Fragen? Ja oder Nein?

  • Ist der Vermieter einverstanden dass ein Hund einzieht?
  • Ist die ganze Familie mit einem Hund einverstanden?
  • Ist niemand aus der Familie allergisch auf den Hund?
  • Bin ich bereit, mich für 15 Jahre um den Hund zu kümmern?
  • Schaffe ich es dem Hund körperlich gerecht zu werden?
  • Habe ich genug Zeit für den Hund? Und vor allem für einen Welpen?
  • Habe ich auch die Finanzelle Seite abgesichert und kann für den Hund aufkommen?
  • Bin ich auch bereit einen Kranken oder alten Hund zu pflegen?
  • Wer passt im Notfall oder im Urlaub auf den Hund auf?
  • Bin ich bereit mit dem Hund zu Üben und evtl. in eine Hundeschule zu gehen?
  • Kann ich damit umgehen und leben wenn der Hund was kaputt und Dreck macht?

Ist der Vermieter einverstanden dass ein Hund einzieht?

Ein wirklich wichtiger Punkt, den man vor dem Einzug vom Hund klären sollte. Wenn man eine Wohnung oder Haus gemietet hat, sollte man seinen Vermieter ansprechen, und wenn er das Okay gibt, sollte man das auch schriftlich festhalten. Wenn hier ein Okay kommt, kann man den Einzug vom Hund weiter Planen.

Ist die ganze Familie mit einem Hund einverstanden?

Die ganze Familie sollte mit dem Einzug vom Hund einverstanden sein. Daher sollte man sich zusammensetzen und alles besprechen. Für und gegen. Erst wenn alle damit einverstanden sind, ist ein weiteres JA zu geben. Aber bitte nicht alleine entscheiden und alle anderen dann Überraschen damit. Der Schritt geht nach hinten los und ist auch nicht fair.

Ist niemand aus der Familie allergisch auf den Hund?

Sind alle in der Familie einverstanden, geht man den nächsten Schritt an. Damit der Hund auch für immer bleiben darf und man keine bösen Überraschungen erleben möchte, sollten alle sich beim Arzt testen lassen. Erst wenn das geklärt ist, kann man weiter Pläne schmieden.

Bin ich bereit, mich für 15 Jahre um den Hund zu kümmern?

Ein Hund kann locker 15 Jahre werden (kommt auf den Hund natürlich an). Bist Du bereit Dich über all die Jahre den Hund zu Pflegen und Versorgen? Dazu gehören nicht nur gute Tage, sondern auch schlechte. In guten und schlechten Tagen. Also vom Welpen alter an sich drum zu kümmern, ihn zu erziehen und wenn er später ein Senior ist, ihn dann auch noch zu versorgen? Nicht aufgeben, wenn der Hund krank wird, oder später im Alter nicht mehr so gut sehen und hören kann? Wenn das alles kein Problem ist, kannst Du hier ein Ja geben.

Schaffe ich es dem Hund körperlich gerecht zu werden?

Je nach Hund muss man auch körperlich fit sein. Man muss genau überlegen, was man schafft und den Hund auch gerecht wird. Es gibt Rassen, die viel laufen wollen, Hunde die eine Beschäftigung brauchen wie Hundesport und Fahrradfahren. Hier sollte man sich vor der Entscheidung genau Planen und sich über Rassen informieren. Muss der Hund evtl. viele Treppen steigen? Wohnt man in einer Stadt oder Randgebiet. Es muss passen und daher vorher Informieren und auch im Tierheim sich umschauen. Die Tierpfleger können einen sehr gut weiter helfen, damit man seinen Traumhund findet.

Habe ich genug Zeit für den Hund? Und vor allem für einen Welpen?

Ein Hund braucht viel Zeit. Nicht nur dass man mit dem Hund regelmäßig spazieren gehen muss. Ein Hund braucht auch eine Beschäftigung und je nach Hund muss dass auch Hundesport oder viel Laufen sein. Wenn man sich für einen Welpen entscheidet, heißt, dass, alle 2 Stunden raus gehen. Erziehung und vor allem auch Kuscheln. Daher sollte ein Hund nicht länger als 5 Stunden am Tag alleine sein. Welpen natürlich gar nicht. Wenn man dass mit der Familie abspricht oder sich einen Hundesitter holt, ist dass natürlich sehr gut und ein weiterer Schritt zum eigenen Hund.

Habe ich auch die Finanzelle Seite abgesichert und kann für den Hund aufkommen?

Thema Hundekosten hatte ich schon einen Artikel geschrieben. Die Kosten sind von den Anschaffungskosten, Tierarzt kosten, Futterkosten und noch ein paar weitere Kosten. Ist man hier auf der sicheren Seite und hat auch das Geld für den Notfall hat, kann man ein weiteres Ja geben. Und glaubt mir, Tierarzt kosten könnte der teuerste Posten bei der Hundehaltung sein.

Bin ich auch bereit einen Kranken oder alten Hund zu pflegen?

Ein Hund kann mal krank werden und braucht dann eine besondere Pflege. Man muss sich vorher genaue Gedanken machen. Man kann den Tierarzt in der Zeit sehr oft sehen, muss sich viel Zeit nehmen und je nachdem welche Krankheit das Tier hat, man muss sich auch drum kümmern, wenn man arbeiten gehen muss. Daher ist der Halt der Familie sehr wichtig.

Ein alter Hund braucht auch mehr Pflege. Die Blase kann nicht mehr so gut halten, der Hund muss öfters raus. Die Augen und Ohren können nachlassen und vor allem, der Hund kann nicht mehr so schnell Laufen mit der Zeit. Also muss man alles langsamer angehen. Ist das alles kein Problem? Dann gebe Deiner Liste ein weiteres Ja.

Wer passt im Notfall oder im Urlaub auf den Hund auf?

Es kann immer mal ein Notfall passieren. Man wird krank oder muss ins Krankenhaus, dann braucht man jemand, der sich um den Hund kümmert.Also in einer Familie ist das kein Problem, ansonsten mit Freunden und den Bekannten alles besprechen und klären für den Notfall. Genauso sollte man sich das überlegen, wer auf den Hund aufpasst, wenn man in den Urlaub fährt und der Hund nicht mitfahren kann? Da sollte man sich schon etliche Wochen vorher sich um einen guten Platz kümmern.

Bin ich bereit mit dem Hund zu Üben und evtl. in eine Hundeschule zu gehen?

Hier sollte man sich genau überlegen, was man mit seinem Hund erreichen möchte. Für Welpen kann ich die Welpen Gruppe ans Herzlegen. Der Welpe hat andere Hunde zum Spielen, lernen und man lernt mit dem Hund zusammen das 1×1. Aber auch eine Hundeschule für später oder den erwachsenen Hund sollte man sich genau anschauen und dann auch hingehen.  Das kann helfen, wenn man einen älteren Hund übernommen hat und dieser dann noch nicht so erzogen ist. Bist Du hier bereit diese Zeit und Kosten zu übernehmen?

Kann ich damit umgehen und leben wenn der Hund was kaputt und Dreck macht?

Ist das in Ordnung, wenn der Hund mal was kaputt macht? Welpen stellen immer was an und können auch mal den Tisch abräumen usw. Wäre das ein Problem für Dich? Welpen können auch mal auf den Teppich machen, räumen Mülleimer aus und können auch mal vom Tisch was klauen. Wenn das alles in Ordnung ist und Du mit dem Hund zusammen das Abtrainieren möchtest, dann geben dem Punkt ein JA.

Und habt Ihr alle Fragen mit Ja beantwortet? Dann steht einen Hund nichts im Weg und ich wünsche Euch viel Spaß mit dem neuen Familienmitglied.

Kommentare 1

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

CommentLuv badge