Farbmaus – was darf sie fressen?

Mäuse, also die Farbmaus wird gerne gehalten als Haustier. Damit die kleinen Tiere aber auch Gesund und zufrieden sind, muss man auf die Artgerechte Ernährung achten. Der Besitzer möchte das seine Tiere lange gesund bleiben und dafür muss eine optimale Ernährung zusammengestellt werden. Mäuse sind keine Müllschlucker und die Tiere brauchen eine abwechslungsreiche Ernährung, die aus Getreide, Sämereien, Gemüse, Kräutern, Obst und Zweigen und etwas tierisches Eiweiß bestehen.

Was eigentlich nicht in die Maus gehört

Was man so im Fachhandel kaufen kann (ausgenommen die Natürlichen Snacks) gehören nicht zu den Leckerlis und auch nicht in das Tier. Joghurtdrops, Nagergebäck, Rollis, Knabberstangen und andere Nager Snacks enthalten zum einen zu viel Zucker und sind nicht zu empfehlen. Gesunde Snacks sind unter anderen: Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Erdnüsse oder ab und zu mal eine Rosine, aber bedenke das es auch Dickmacher sind. Daher mit Bedacht füttern. Mehr als ½ Nuss darf es nicht sein am Tag.

Trockenfutter für die Mäuse

Hauptsächlich fressen Mäuse Getreide und Sämmereien und nur wenig Obst und tierische Nahrung auf, Also der Hauptbestandteil sollte eine Körnermischung sein. Die Menge 1 Teelöffel am Tag. Sollte das komplett leer sein am Tag drauf sollte man mehr Füttern. Bleibt mehr liegen kann man etwas weniger geben. Jedoch bitte kein buntes Futter das ist oft nicht gesund. Das Trockenfutter muss frisch riechen und so aussehen. Kein staubiges altes Futter füttern.

Das Futter sollte keimfähiges Getreide enthalten. Am besten einen Test machen auf der Fensterbank. Etwas Futter auf ein feuchtes Küchenpapier geben und es feucht halten und schauen ob sich Keimlinge entwickln. Diese Keimlinge sollte man auch mit Verfüttern, für den Winter ein perfekter Vitaminlieferant.

Man sollte aber Samen, Getreidemischungen und Trockengemüse nicht mehr als 4 Wochen lagern. Je länger man das lagert, desto mehr Vitamine verloren und fetthaltige Bestandteile werden ranzig. Zum Aufbewahren bitte nur Blechdosen nehmen und diese mit Papier ausschlagen. Plastikdose sind nicht geeignet, da kann keine Restfeuchtigkeit entweichen und dann fängt das Futter an zu Schimmeln. Pappschachteln eignen sich nicht dort kommen schnell Motten und Milben rein und das Futter kann dann entsorgt werden.

Bestandteile für ein gutes Futter

Brennnesselkraut, Brombeerblätter, Dill, Gänseblümchen, Grüner Hafer, Haselnussblätter, Hirtentäschelkraut, Kamille, Kornblumenblüten Löwenzahnwurzel mit Kraut, Melisse, Petersilie, Pfefferminzblätter, Ringelblumenblüten, Sauerampferkraut, Schafgarbe, Sonnenblumenblüten, Spitzwegerrichkraut, Vogelmiere.

Nüsse und Kerne sollten nur selten gefüttert werden wegen ihrem Fettgehalt. Also ¼ Nuss oder Kern ist am Tag genug. Das können Sonnenblumenkerne, Erdnüsse, Pinienkerne, Haselnüsse, Macadamia, Walnüsse, Pecannüsse, Kürbiskerne sein die man geben kann.

An und zu mal Maiskörner, Reisflocken, Erbsenflocken und ungezuckerte Cornflakes sein. Mal eine rohe Nudel oder ungezuckertes Früchtemüsli darf es auch mal die Woche geben.

Frisches Heu sollte immer im Käfig sein. Es sollte frisch und gut duftend sein.

Erlebnissfutter für Mäuse gegen Lange weile!

Mäuse sind mit einem großen Teil der Zeit damit beschäftigt Futter zu suchen und zu erarbeiten. Auch Mäuse Zuhause möchten das machen. Damit haben sie Beschäftigung und mehr Bewegung.

  • Ein Kolbenhirse darf in den Käfig gehangen werden. Aber nur selten damit die Tiere nicht zu dick werden, so 1x die Woche und so hängen das sie was zu tun haben.
  • Trockenfutter nicht immer in den Napf, sondern auch was in das Streu schütten. So müssen sie suchen und haben Beschäftigung.
  • Trockenfutter Verstecken in Eierkartons und Pappröhren und die Öffnungen mit Heu oder Papier zu machen. Damit haben die Mäuse eine Aufgabe.
  • Futterspieß aus Metall nutzen für Obst und Gemüse und dann an die Decke oder einen erhöhten Platz anbringen. Jedoch 1x am Tag Kontrollieren.
  • Blumentopf nehmen und mit ungedüngten Torf füllen. Und dort geeignete Samen von Petersilie, Dill und Gras geben und wenn das gewachsen ist in den Käfig geben zum naschen. Langsam dran gewöhnen.

Frischfutter Füttern

Nur in meinen Mengen Füttern und nur das was eine Maus bis zum nächsten Tag fressen kann.  Immer nachschauen im Käfig damit nichts Fault. Schaue was gerne gefressen wird und das Futter immer vorher abwaschen.

Gemüse:
Fenchel, Möhren, Gurken, Paprika, frischer Mais (Nur wenige Körner!), Tomaten (ohne Grün, giftig!), Kürbis, Broccoli, Blumenkohl, Sellerie, rote Beete und Zucchini. Sie können auch verschiedene Salatsorten verfüttern, aber immer nur in geringen Mengen, sie sind meist stark Nitrathaltig und können in großen Mengen zu Durchfall führen. Gegeben werden können: Feldsalat, Chicoree, Eisbergsalat, Endiviensalat, Mangold und Bio Kopfsalat.

Obst
Äpfel, Bananen, Weintrauben (ohne Kern), Orangen und Mandarinen (sehr wenig), Birnen, Kiwi und Melonen

Auch verschiedene Beeren sind zum Verfüttern geeignet, immer nur eine Beere pro Tag, gegeben werden können: Erdbeeren, Johannisbeeren; Heidelbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren und Brombeeren.

Folgende Pflanzen sind für Mäuse eher unverträglich:

Aubergine, Avocado, Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen), Kartoffeln (enthält sehr viel schlecht verdauliche Stärke im Rohzustand, grüne Stellen, Triebe und Grün sind giftig), Klee, die meisten Kohlarten, wie z. B. Weißkohl, Rotkohl, Rosenkohl, Papaya, Radieschen, Rettich, Rhabarber, Zwiebelgewächse wie Schnittlauch, Porree, Knoblauch und Zwiebeln.

Giftig sind unter Anderem folgende Pflanzen:

Agave, Aloe Vera, Alpenveilchen, Amaryllis, Anthurie, Aronstab, Azalee, Bärenklau, Bärlauch, Berglorbeer, Bilsenkraut, Bingelkraut, Bittersüßer Nachtschatten, Blauregen, Bocksdorn, Bohnen, Buchsbaum, Buschwindröschen, Christrose, Christusdorn, Efeu, Eibengewächse, Einblatt, Eisenhut, Essigbaum, Farne, Fensterblatt, Fingerhut, Geranien, Ginster, Goldregen, Gundermann, Hahnenfuss, Hartriegel, Heckenkirsche, Herbstzeitlose, Holunder, Hundspetersilie, Hyazinthe, Ilex, Jakobsgreiskraut, Kalla, Kartoffelkraut, Kirschlorbeer, Kornwicken, Lebensbaum, Liguster, Lilien, Lonicera, Lupine, Maiglöckchen, Mistel, Narzissen, Oleander, Osterglocke, Primel, Rebendolde, Robinie, Sadebaum, Sauerklee, Schachtelhalm, Schlierling, Schneebeere, Schneeglöckchen, Schöllkraut, Seidelbast, Sommerflieder, Stechapfel, Tollkirsche, Wacholder, Wolfsmilchgewächse (alle), Wunderstrauch, Zypressenwolfsmilch.

Magerquark und auch Magermilchjoghurt, Fruchtjoghurt können in geringen Mengen gereicht werden, ein gestr. Teelöffel pro Woche.

Hartgekochte Eier können ebenso hin und wieder mal angeboten werden wie fettarmer milder Käse, Hüttenkäse und auch Katzenleckerchen und Hundekuchen/Hundemüslie ideal sind bei Katzenleckerchen und Hundekuchen folgende Werte: 22 % Rohprotein und 4 – 5 %Rohfett.

Die Zahnpflege

Immer frische Zweige anbieten von Obstbäumen sind gut geeignet.

Altes, hartes Brot ist ungesund. Brot enthält zu viel schwer verdauliche Stärke und oft auch Konservierungsstoffe, Backtriebmittel und Salz, somit ist es für Mäuse eher schwer verdaulich. Außerdem finden sich auf altem Brot oft Schimmelsporen. Brot sorgt bei übermäßiger Fütterung für Übergewicht. Es sollte deshalb eher nicht verfüttert werden.

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