Gesundheit – Diagnose GIARDIEN bei Katzen

Es gibt viele Krankheiten, die man noch nicht kennt. Ich selber bin immer glücklich, wenn es allen Tieren gut geht. Leider kommen immer wieder Krankheiten vor, dass man den Tierarzt aufsuchen muss. Wenn es dann nicht nur der Durchfall oder eine Erkältung ist, ist man oft mit der Diagnose im ersten Moment überfordert. Wenn man das dann verdaut hat, möchte man darüber natürlich mehr erfahren. Also die Diagnose, woher das kommt und wie die Behandlung aussehen kann. Tierärzte erklären einen das auch, aber ich selber möchte mich zu Hause immer noch Informieren. Man vergisst auch mal was, oder versteht das nicht alles. Gerne dürft ihr mir Eure Erfahrungen und Informationen zukommen lassen. Nehme diese gerne mit in die Artikel mit auf.

Gesundheit Katzen, heute geht es um Giardien. Was ist das und woher kommen diese? Welche Symptome bringen diese mit und wie kann der Tierarzt diese feststellen. Und vor allem, welche Behandlung muss man einschlagen, damit es der Katze wieder gut geht? Fragen über Fragen die einen beschäftigen und auf die ich etwas eingehen möchte. Früher waren GIARDIEN in Deutschland kaum bekannt, heute gehören diese leider schon zum Alltag von einem Tierarzt. Durch die Tiere aus südlichen und östlichen Ländern, die man nach Deutschland holt, haben sich die GIARDIEN doch drastisch verbreitet. Sie sind nach Würmern, die 2. Häufigste parasitäre Infektion.

Was sind GIARDIEN?

GIARDIEN gehören unter den Protozoen (Einzellern) zu der Gattung der Flagellaten. Der medizinisch wichtigste Vertreter ist GIARDIA intestinalis, die man aber auch Giardia Iamblia genannt. Die Parasiten nisten sich im Dünndarm von Wirbeltieren ein und ernähren sich vom Inhalt im Darm. Dadurch wird die Darmschleimhaut geschädigt, in den sie sich mit Ihrem an der Bauchseite befindlichen Saugnapf an der Darmwand festhalten und festsaugen. Weiter kommen sie auch in großen Mengen zwischen den Darmzotten vor.

Die Parasiten durchlaufen 2. Stadien in der Entwicklung.  Das eigentliche Stadium das Wachstumsstadium und das Stadium der Zyste. Werden die Zysten mit dem Kot ausgeschieden, sind sie außerhalb für einen Zeitraum von 3 bis 4 Wochen infektiös und werden auf unterschiedliche Weise übertragen. Durch eine schwer lösliche Hülle werden Sie außerhalb des Tierkörpers fast nahezu unangreifbar. Sie überstehen verschiedene Umwelteinflüsse nahezu ohne negative Auswirkungen. Leider können auch relativ starke chemische Mittel ihnen nichts anhaben. Im kalten Wasser können die Zysten auch bis zu 3. Monate überleben, im feuchten Boden bis zu 7. Wochen.

Wie kann sich die Katze mit GIARDIEN anstecken?

Die Giardiose kann Tiere aber auch Menschen befallen. GIARDIEN sind hoch ansteckend, eine Infektion kann schon durch die Aufnahme von sehr wenigen Zysten ausgelöst werden.  Eine Infektion kann auf verschiedenen Wegen erfolgen. Den Kontakt mit dem Kot von infizierten Katzen, Vogelkot, Schmierinfektion, Stubenfliegen aber auch über Nager. Hier sind auch Wassertränken, Teiche und Vogelhäuser Punkte über, die man sich infizieren kann. Aber auch Wasser das kontaminiert (Wasserpfützen usw.) ist und Futter, das nicht einwandfrei ist, kann das Tier sich darüber infizieren. Man kann als Mensch aber auch durch das Streicheln infizierter Tiere damit in Kontakt kommen und durch Schuhe, Hände und Kleidung zum Überträger werden.  Reine Wohnungskatzen sind daher auch nicht vor einer Ansteckung geschützt. Leider!

Die Symptome bei GIARDIEN Befall!

GIARDIEN verursachen akuten aber auch chronischen Durchfall. Dieser kann auch teilweise gelblich, schleimiger Kot und auch gelegentlich mit Blut vermischt hervorrufen. Die meisten betroffenen Tiere sind aber munter und haben auch einen normalen Appetit, nehmen jedoch sehr schnell ab. Es können aber auch Übelkeit, Erbrechen und Fieber mit vorkommen. Junge, kranke und alte Tiere sind besonders oft davon betroffen. Werden die Katzen nicht frühzeitig behandelt, können GIARDIEN zur Austrocknen führen, was bei jungen und schwachen Katzen auch zum Tode führen kann. Erwachsene Tiere, die ein gutes Immunsystem haben, haben GIARDIEN, ohne dass man die Symptome bemerkt. Diese Tiere sind infiziert und können damit die Umgebung infizieren und durch uns Menschen dann auch andere Tiere infizieren.

Diagnose von GIARDIEN

Wenn man jetzt in die Tierarztpraxis kommt, muss man schon beim Durchfall an die GIARDIEN denken. Vor allem wenn der Durchfall nicht in sehr kurzer Zeit durch eine Behandlung anschlägt. Für den Nachweis der GIARDIEN muss man von den Katzen eine Kotprobe mitbringen. Bitte auch von den anderen Katzen/Tieren und diese natürlich in eine eigene Tüte mitnehmen. Man sollte aber nicht nur von einem Tag eine Probe mitbringen, sondern von 3. Aufeinander folgenden Tagen. Nicht in jeder Probe kann man die GIARDIEN feststellen. Gerade durch die Zysten Ausscheidung erst 2 bis 3 Tage nach dem Diarrhö-Beginn erfolgt. Der Tierarzt erklärt einen das aber auch ausführlich, damit man nichts falsch macht.

Es gibt auch einen Schnelltest, den viele Tierarzte auch haben. Damit kann man die Katzen gut testen, aber ansonsten auch in den tiermedizinischen Labors, die das dann feststellen können. Ist der Test positiv, kann man von einem Befall ausgehen. Den Test sollte man aber auch wiederholen, am besten nach 3 bis 4 Wochen, am besten so lange bis nach einer intensiven Behandlung der Test dann negativ ist.. GIARDIEN können sich gut im Blinddarm zurückziehen. Dadurch kann eine Reininfizierung auch nach Monaten noch erfolgen.

Die Behandlung von GIARDIEN

Für eine Behandlung muss nicht nur die Katze die die Symptome zeigt, behandelt werden, sondern es müssen alle Tiere im Haushalt gleich mit behandelt werden. Man darf auch nie die Gefahr der Ansteckung unterschätzen, das passiert leider immer wieder. Wichtig aber auch, das der Mensch davon infiziert werden kann und es kann auch hier zu einen schweren Krankheitsverlauf kommen. Eine Reininfektion von Tier zu Mensch und andersrum ist leicht möglich.

Es gibt Medikamente aus der schulmedizinischen Sicht, die angewandt werden, können. Der Tierarzt wird das passende Medikament für die Katze und die anderen Tiere raus suchen, die am besten passen. Wichtig ist aber die richtige Dosierung der Medikamente am Tag und das man diese auch 5 Tage hintereinander geben muss. Dann wird e 3. Tage Pause gemacht und dann gleich wieder 5. Tage Dosis. Das ist aber nur eine Wurmbehandlung und keine Giardienbehandlung. Leider gibt es noch Tierärzte die eine Behandlung mit Panacur bei Katzen ablehnen, weil auf dem Beipackzettel nur die Behandlung von Hunden umfasst. Jedoch sollte auch eine Katze damit behandelt werden und ist auch hilfreich! Panacur hat wenige Nebenwirkungen und hat eine abtötende Wirkung auf die Eier der Parasiten.

Eine gute abtötende Wirkung der Erreger hat Metronidazol. Dieser Wirkstoff hemmt den Zellstoffwechsel der Parasiten und verhindert die weitere Vermehrung der Parasiten. Leider ist die Gabe dieser Medikamente recht schwer, da diese sehr fürchterlich schmecken. Man muss sich also in der Lage fühlen, diese 2x am Tag zu geben. Auch hier muss man sich genau an die Verabreichung halten und an die Intervalle damit die Wirkung erfolge zeigt. Sollte das so nicht anschlagen, muss man evtl. die Dosis erhöhen und mit dem Tierarzt alles Weitere besprechen. Bitte nicht alleine das machen, sondern nur wenn der Tierarzt einen das sagt.

Fütterung während der Behandlung

Die Therapie ist für Katzen sehr anstrengend und vor allem greifen nicht nur die GIARDIEN die Darmflora an, sondern auch die Medikamente. Daher ist eine Gute und gesunde Ernährung sehr wichtig. Wichtig keine Kohlenhydrate, diese verstärken die Durchfälle. Eine Diät ist anzureichern, die faserreich sind. Zusätzlich sollte man noch den Darm aufbauen, dafür gibt es verschiedene Mittel wie die Darmflora plus. Damit kann man die Darmflora versuchen zu regenerieren. Wichtig ist hier bei der Ernährung, dass man diese Diät auch noch lange nach dem Befall füttert. Es kann sich monatelang hinziehen, bis alles überstanden ist.

Die Hygiene zu Hause

Neben der Behandlung der Katzen ist die Hygiene eine sehr große und wichtige Rolle. Täglich muss man jetzt die Schlafplätze, Futternäpfe, Wassernäpfe, Transportboxen oder Taschen, Katzentoiletten und auch Spielzeug und Bettwäsche usw. Reinigen. Wichtig vor allem mehrmals am Tag das Katzenklo gründlich reinigen und das Katzenstreu entsorgen. Das am besten sofort in eine Mülltüte geben und entsorgen so das dort kein Tier mehr ran kommt. Am besten ist ein Dampfstrahler, da die GIARDIEN erst ab 70°C zerstört werden. Wichtig ist, sehr dicht an die Sachen halten, die man reinigt. Alternativ kann man das auch mit kochendem Wasser machen in der Dusche.

Kissen, Decken und Bettwäsche immer bei 90° Waschen, damit die GIARDIEN abgetötet werden. Leider helfen keine üblichen Reiniger, die man im Haus hat bei dem Befall. Feudel sollten daher nach jedem Benutzen gleich in die Waschmaschine gegeben werden, damit man damit nicht weiter die Wohnung verschmutzt bzw. die Infektion verteilt.

Maßnahmen zum Verhindern der Übertragung zu Hause

  • Aufsammeln vom Kot, Urin und das komplette Katzenstreu muss in einen Beutel entsorgt werden. Dieser muss verschlossen werden und im Hausmüll entsorgt werden.
  • Gründliche Reinigung vom Katzenklo mit dem Dampfstrahler oder kochendem Wasser. Es muss danach Vollständig Trocknen.
  • Futter und Wassernapf täglich öfters erneuern und diese dann mit kochendem Wasser reinigen. Alternativ bei 65°C in der Spülmaschine reinigen lassen.
  • Decken, Kissen, Handtücher und Bettwäsche waschen bei 90°C.
  • Spielzeug täglich mit kochendem Wasser reinigen.
  • Kratzbaum jeden Tag gründlich Absaugen und Reinigen.
  • Analbereich jeden Tag gründlich säubern. Mit Babyfeuchttücher. Langhaarkatzen a, beten dort das Fell kürzen. Evtl. Baden wenn alles verschmutzt ist.
  • Auf desinfektion-dvg.de bekommt man vieles zur Desinfektionen. Dort kann man auch Anfragen welche Desinfektionen geeignet sind und wo man diese bekommt.

 

Kommentare 2

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

CommentLuv badge