Gesundheit – Immunsystem bei Hund und Katze stärken

Wenn eines meiner Tiere krank wird, fühle ich mich selber nicht gut. Früher war ich sofort beim Tierarzt, heute schaue ich mir mein Tier genau an und entscheide dann. In Panik verfallen tue ich nicht mehr und doch gehe ich lieber zu oft zum Tierarzt, als das ich zu lange warte. So ist meine Mini Maus vom Immunsystem seit Baby nicht ganz fit. Leider war sie damals sehr krank und bis heute hat sie immer wieder Probleme.  So kommt es immer mal wieder vor, das sie etwas niest und hustet, das wurde alles beim Tierarzt untersucht und jetzt fangen wir an, mit 2 Mitteln das Immunsystem wieder zu stärken. Ich bin jemand der sehr auf Naturheilkunde und Homöopathie zählt, wenn es geht. Ansonsten habe ich zum Glück einen guten Tierarzt, mit dem ich alles zusammen besprechen kann. So haben wir jetzt 2 Mittel raus gesucht, die Mini Maus jeden Tag bekommt, damit ihr Immunsystem wieder gestärkt wird. Ein Mittel kannte ich schon und hatte damit gute Erfahrungen. Mich interessieren vor allen auch Eure Erfahrungen oder auch zum Thema Immunsystem, was ihr Eurem Tier gebt, wenn es sein muss.

Bitte gebt dem Tier nicht einfach so ein Medikament oder was Homöopathisches ohne das ihr das mit dem Tierarzt besprochen habt. Es muss zum Tier passen und auch von der Dosierung her. Daher geht erst zum Tierarzt und besprecht dort alles.

Echinacea ( Sonnenhut) – der Klassiker für das Immunsystem

Der Sonnenhut steigert die spezifische Immunität. Bildet also Antikörper und wirkt auch antioxidativ, antifugal, antibakteriell, antiviral, wundheilend und entzündungshemmend. Wird also in viele Bereiche eingesetzt und man sagt auch, dass es eine kortisonähnliche Eigenschaft besitzt.

Man kann das Echinacea zur Behandlung von Infekten und Viruserkrankungen einsetzen, es wird aber auch für die Steigerung des Immunsystems oft genommen. Es steigert die Anzahl der weißen Blutkörperchen. Diese zählen zu den Fresszellen, diese stimuliert schädliche Organismen zu bekämpfen. Die Abwehrzellen werden erhöht, und damit werden die körpereigenen Abwehrkräfte gesteigert.

Anwenden kann man das Echinacea innerlich und äußerlich! Ich selber habe nur mit der innerlichen Anwendung Erfahrungen gesammelt.

  • Stärkung des Immunsystem
  • Unterstützung für junge unterentwickelte Tiere
  • In der Rekonvaleszenzphase nach Operationen
  • Akute und Chronische Erkrankung der Atemwege, Atemwegsinfektion, Erkältung, grippaler Infekt, Entzündungen, Virusinfektionen, Husten und Bronchitis
  • Kann bei Zwingerhusten als Unterstützung genommen werden
  • Harnweginfektionen, Blasen- oder Nierenbeckenentzündungen
  • Vorbeugend gegen Infektionen auch bei kommenden Chronischen Infekten

Echinacea für die äußere Anwendung

  • Wundheilung, auch wenn die Heilung sehr schlecht ist, Abszessen
  • Bakterielle Hautinfektionen
  • Bisswunden

Anwendung, Dosierung und was man beachten sollte

Wie immer auf die genaue Dosierung vom Tierarzt achten und sich dran halten. Der Tierarzt schreibt einen das genau auf, was man wie und wo anwenden soll.

Am besten sollte man das Echinacea schon anwenden, wenn man die ersten Anzeichen beim Tier sieht. Damit hat man die besten Chancen, dass sich der Infekt nicht zu weit ausbreitet. Wichtig ist aber auch, wenn sich das verbessert und abklingt das man es noch einige Zeit weiter eingibt. Man kann danach dem Tier weiter helfen und das Immunsystem helfen sich wieder aufzubauen. Je nach Krankheit und Anwendung sollte man in der Regel aber höchstens 3 Wochen das Echinacea anwenden. Sollte man noch weitere Behandlung damit machen, sollten mindestens 14 Tage Pause dazwischen liegen.

Auch die Dosierungen der Potenzen sind unterschiedlich und hier ist das wichtig, das man diese genau nimmt die der Tierarzt, sagt. Es gibt hier Unterschiede zwischen tiefen Potenzen, die man im akuten Krankheitsfällen mehrmals täglich geben kann und dann die höheren Potenzen, die man nur einmal am Tag geben muss. Auch wie man die Globulis gibt wird einen gut erklärt und es gibt die Möglichkeit diese direkt in den Mund zu geben oder im Wasser oder Futter zu verabreichen. Das kommt natürlich auch auf das Tier an. Nicht jede Katze mag es, wenn man ihnen was ins Maul gibt.

Natürliche Antibiotika – Propoli

Ich habe mit einer Tinktur für die Wundheilung sehr gute Erfahrungen gemacht und möchte das auch nicht mehr missen. Doch es gibt auch Pulver und Tropfen, die man innerlich anwenden kann bei Tieren. Propolis wird von Bienen aus Knospen und aus Rinden verschiedener Bäume gewonnen. Propolis schützt das Tier, den es ist hat eine antibiotische Wirkung. Es hilft gegen sehr viele Bakterien, Eitererreger, Viren und Pilze. Sehr gut auch das es die Darmflora nicht so angreift wie das  richtige Antibiotika. Hier ein Artikel zum Thema Wundheilung.

Anwendungen von Propolis

  • Zur Unterstützung der körpereigenen Abwehrkräfte
  • Schutz vor grippalen Infekten
  • Vorbeugend gegen Wurmbefall

Für die Äußerliche Anwendung von Propolis

  • Desinfektion für kleine Schürfwunden, andere Wunden und Pfotenverletzungen
  • Pilzerkrankungen
  • Desinfektionen nach Zeckenbissen

Für Hunde und Katzen nimmt man das Propolis entweder als Pulver- oder Tropfenform. Das Propolispulver und die Propolsindinktur sind auf Wasserbasis zu bekommen. Das Pulver kann man mit etwas Honig vermischt werden, das nehmen die Tiere in der Regel gerne an. Tropfen kann man ins Futter oder direkt ins Maul geben. Äußerlich kann man eine Tinktur oder Salbe nehmen zur Linderung.

Es kann bei Propolis auch vorkommen das die Tiere allergisch drauf Reagieren. Daher sollte man die Tinktur oder Salbe an einer kleinen Stelle ausprobieren und etwas abwarten. Man sieht dann, wie das Tier drauf reagiert.

Meine Erfahrungen bei der Anwendung

Ich bin mit beiden Mitteln sehr zufrieden. Gerade das Echinacea hat meiner Mini Maus immer sehr geholfen und man baut damit das Immunsystem auf, ohne das die Katze dafür andere Medikamente nehmen muss. Die kleinen Globulis bekomme ich sehr gut in ihr Maul rein, sie verträgt diese auch sehr gut. Es ist zwar immer für kurze Zeit eine leichte Verschlimmerung am Anfang, aber danach wird das immer besser und ihr Niesen und Husten wird immer weniger. Wir werden das mit dem Tierarzt zusammen jetzt öfters machen, das sie das Mittel bekommt. Für das Echinacea habe ich knapp 10€ bezahlt, es sind 10g enthalten. Damit kommt man sehr lange aus. Wichtig ist nur dass man die Kügelchen nicht mit nassen Händen anfassen tut. Das Mittel ist auf dieser Kugel aufgesprüht und würde so an den Fingern hängen bleiben und dem Tier nicht helfen.

Kommentare 6

  • Auch in der Tierwelt hat sich die Naturheilkunde mittlerweile etabliert. Toll, wie sehr du dich um deine Tiere bemühst.

  • Propolis kenne ich auch, das durfte ich vor kurzem mal für den Menschen testen 😉 Dass das auch Tiere bekommen durften, wusste ich noch nicht. Unsere Maya war zum Glück noch nicht oft krank. Einmal hatte sie etwas mit den Augen, aber das wurde schnell wieder gut. Gott sei Dank!

    Liebe Grüße
    Jana

  • Die Infos sind wirklich sehr interessant.
    Meine Mutter hat einen Hund, ich werde ihr die Infos auf alle Fälle weitergeben.

    LG Jasmin

  • Hallo Julia…

    Man merkt dass du dich auskennst und dass du dich um die Tiere kümmerst.
    Ich selber habe keinen Hund, aber auch selber würde ich nie einfach ein Medikament einnehmen. Dass sollte keiner. Ich finden deinen Text sehr ausführlich und gut geschrieben.

    Alles liebe

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

CommentLuv badge