Gift beim Tier – Was muss ich tun?

Immer wieder hört und ließt man von Giftködern, die man sieht. Ob jetzt mit Rattengift oder was anderen. Ich habe selber vor fast 10 Jahren einen jungen Hund an Rattengift verloren, meinen Wolf und ich wünsche mir, dass niemand dieses durchmachen muss.  Und doch gibt es immer mehr Menschen, die meinen Gift auslegen zu müssen. Dabei nehmen diese bewusst in Kauf das Tiere das Aufnehmen und schmerzhaft und unter Qualen dran sterben, sondern sie nehmen auch das Risiko in Kauf, dass Kinder an das Gift kommen. Bitte denkt einfach mal nach, auch wenn ihr keine Tiere mögt, das ist keine Lösung und nicht der richtige Weg. Auch wenn ihr vielleicht von Hundekot oder anderen Problemen genervt seid. Das ist der falsche Weg.

Wie kann ich das verhindern, dass meine Tiere einen Giftköder aufnehmen? Kann man das überhaupt verhindern? Und was muss ich machen, wenn meine Tiere Gift aufgenommen hat? Woran erkenne ich das und welche Schritte sind die Ersten. Ich gebe hier nur meine Meinung ab, kurz gesagt aber, wenn man sieht, das das Tier, was aufgenommen hat oder es sich anders verhält und krank ist, bitte nicht warten und SOFORT zum Tierarzt fahren. Egal wann, Tag, Nacht aber auch am Wochenende.

Nicht warten, sondern sofort das Tier nehmen und zum Tierarzt fahren! Wenn ihr noch Futterreste seht, von dem das Tier gefressen hat, mitnehmen. So kann man das schneller untersuchen und im Notfall gleich eine Behandlung einleiten. Hat das Tier erbrochen, auch das mitnehmen.  Rattengift gibt es in unterschiedlichen Formen und Farben. Also auch mal Pellets, eingefärbte Getreidekörner und Tablettenform. Blau, Pink, Lila usw. sind darunter zu finden.

Wie kann ich verhindern das mein Tier ein Giftköder aufnimmt?

Bei Katzen ist das sehr schlecht. Diese gehen in der Regel ohne uns Menschen durch die Nachbarschaft und da ist das sehr schwer, da vorzubeugen. Katzen kann man das nicht abgewöhnen, wenn sie etwas gerne riechen können, das aufzunehmen. Da ist das wirklich schwer, Tipps zu geben, das nichts aufgenommen wird. Außer natürlich die Katzen bekommen nur auf einen Eingezäunten Grundstück Auslauf. Da kann man drauf achten, dass nichts rum liegt und das einsammeln. Freigänger bedeuten aber, das sie ohne Beobachtung um das Haus und der Umgebung läuft. Man kann hier nur schauen, dass man nichts hört und ließt, dass jemand solche Giftköder gefunden hat.

Bei Hunden hat man schon mehr Einschluss drauf und kann mehr drauf achten. Wenn man also weiß, dass man einen Hund hat, der wie ein Staubsauger ist, sollte man das zum einen mit einem guten Trainer trainieren (und auch das klappt nicht immer) und zum anderen kann man das mit einem Maulkorb (hört sich schlimmer an, als es wirklich ist. Wenn man das richtig und schonend macht.) Der Maulkorb verhindert, dass der Hund alles sofort frisst. Das andere, man kann den Hund durch die Leine auch gut kontrollieren, aber auch hier nicht zu 100%. Man kann aber so drauf achten, wenn wieder Giftmeldungen kommen, dass man den Bereich meidet oder dort den Hund dann an der Leine nimmt und gut aufpasst.

Es gibt auch eine Seite für Deutschland, die sehr gut ist. GiftköderRadar. Dort kann man sich kostenlos anmelden und ist immer auf den neusten Stand und zudem kann man dort auch selber Meldung machen, wenn man was findet. Und auf Tierseiten auf Facebook, gibt es ja auch einige für die Stadt, in der man lebt, werden auch immer Warnungen rausgegeben.

Symptome – Woran erkenne ich evtl. das mein Tier Gift gefressen hat?

Sobald man ein Verdacht hat, man merkt das das Tier anders ist im Verhalten und dann auch noch Symptome aufweißt, sollte der nächste Schritt sein, den Tierarzt anrufen, Informieren und sofort los fahren. Je schneller man die Behandlung beginnt, desto besser sind die Chancen.

  • Das Tier ist Apathisch / immer Müde
  • Unruhe, läuft umher und kommt einfach nicht zur Ruhe
  • Zittern und auftretende Krämpfe
  • Husten bis hin zur Atemnot
  • Vermehrtes Speicheln und sabbern
  • Das Tier Erbricht
  • Blutige oder verfärbte Schleimhäute
  • Blut im Urin und im Kot bis hin zum Durchfall. Der Kot kann sich auch pechschwarz färbenn
  • Blutergüsse
  • Bewusstlosigkeit
  • Steifer und schwankender Gang
  • Die Pupillen sind weit oder sehr eng zusammengestellt

Diese aber auch noch weitere Symptome können auftreten. Einzeln oder auch in Kombination. Stunden später aber auch noch Tage später nach dem Aufnehmen des Giftes. Jedes Gift wirkt unterschiedlich. Rattengift ist sehr schleichend. Man merkt es erst gar nicht, meistens dauert, dass Tage, bis was passiert. Das dann Nachweisen ist nicht sofort eindeutig und man sollte vielleicht dann auch den Verdacht auf Rattengift ansprechen. Rattengift kann man nur feststellen, wenn die Blutgerinnung gestört ist. Das Tier verblutet langsam von innen. Es kann also auch sein, das ein Tier dann über 3 Wochen mit einem Gegenmittel behandelt werden muss.

Wichtig ist dafür, dass sofort ein großes Blutbild gemacht wird. Daher sollte der Tierarzt oder die Tierklinik das Blut auch selber im eigenen Labor untersuchen können. Andere Giftsorten sind leichter zu erkennen, durch hohe Erregbarkeit, Krämpfe, Durchfall und anderen Symptomen. Es kann auch so weit kommen, das man das Tier in Narkose legen muss, damit die Krämpfe aufhören. Auf jeden Fall muss das Tier unter Beobachtung beim Tierarzt/Tierklinik bleiben.

Gift Tier Katzenpfote

Was kann ich im ersten Moment selber machen?

Schnelligkeit ist hier das A und O. Sofort das Tier nehmen, auch wenn nur der Verdacht besteht und sofort zum Tierarzt fahren. Anrufen Bescheid sagen, dass man mit dem Tier kommt und der Verdacht auf Vergiftung besteht. So kann der Tierarzt sich drauf einstellen und alles vorbereiten. Langes abwarten muss man vermeiden. Sollte man noch Reste vom Giftköder haben, was Erbrochenes oder den Durchfall einsammeln und mitnehmen. Bitte nicht eigenmächtig das Tier versuchen zu behandeln. Das kostet dem Tier nur unnötige Zeit und evtl. kann das auch zu lange sein und den Tod bedeuten. Ich rate jetzt auch von Tipps ab, die man machen könnte, bis man beim Tierarzt ankommt. Ich möchte in dieser Notsituation keine Fehlinformationen geben. Die Behandlung gehört nur in die Hände der Tierärzte.

Wenn der Giftköder mit scharfen Gegenständen verstehen war, bitte NIEMALS das Tier erbrechen lassen. Das bedeutet eine erhöhte Verletzungsgefahr.

Wenn schnell reagiert und behandelt wird, sind die Erfolgschancen recht gut. Daher bitte, nie warten sondern sofort zum Tierarzt. Selbst wenn es sich dann als kein Gift raus stellt, lieber so, als das Tier stirbt.

 

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