Heilpflanzen für die Katzen

Die Gesundheit der Katzen liegt uns am Herzen. Und man versucht alles, das es der Katze schnell besser geht, wenn Sie krank ist. Ich selber habe in all den Jahren schon viele Erfahrungen gemacht und habe zum Glück eine gute Tierärztin, die auch mit mir zusammen immer die beste Lösung sucht. Wir arbeiten auch gerne mit Heilpflanzen und anderen homöopathischen Mitteln. Natürlich immer mit dem Tierarzt zusammen. Ich werde dazu mehrere Teile Schreiben, damit das übersichtlich bleibt.

Man kann die Heilpflanzen gut zur Unterstützung nehmen für den Heilungsprozess. Und damit die Therapien vom Tierarzt unterstützen. Aber alles nur in Absprache, nicht dass es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommt oder vielleicht das Medikament verstärkt, was man geben muss.

Heilpflanzen für unsere Katzen

Mit der Pflanzenheilkunde versteht man die Anwendungen von Pflanzen bzw. der Zubereitung als medizinische Heilpflanze. Die Heilpflanze ist ein deutlicher Bestandteil in der Therapie zu unterschiedlichen Krankheiten. Die Kräuterkunde ist ein Bestandteil der Naturheilkunde, da diese Wirkungsweisen der Heilpflanzen wissenschaftlich nachweisen lassen. Grundsätzlich können Heilpflanzen vielseitig eingesetzt werden. Es gibt diese Möglichkeiten für die innerliche und äußerliche Anwendung nutzen, andere sind nur für einen bestimmten Gebrauch bestimmt. Da sollte man genau drauf achten und sich an die genaue Anweisung halten.

 WICHTIG: Alle Methoden und Heilpflanzen ersetzen niemals den Gang zum Tierarzt! Sie eignen sich zur Vorbeugung oder als Begleitmaßnahme die mit dem Tierarzt vereinbart wurde.

Aber man kann die Anwendung für uns Menschen nicht eins zu eins auf die Katze übertragen. Und meine Artikel sind nur zur Information, dienen nicht als Behandlungs Tipps oder ersetzen einen Tierarztbesuch. Ich übernehme keine Haftung. Daher, der erste Gang bei einer Krankheit ist der zum Tierarzt.

Kamille – ein Heilpflanze die man kennt

Kamille ist dank ihrer beruhigenden und blähungsauflösenden entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt. Doch auch eine krampflösende Eigenschaft sagt man der Kamille nach. Innerlich sehr nützlich bei Erkältungen und Magenbeschwerden zu den auch Koliken gehören. Die äußere Anwendung kann man als Umschlag oder Kompresse nehmen und tun gute Dienste bei Entzündungen der Schleimhäute und andere Bereiche.

Zubereitung von Kamille als Tee sollte man am besten lose Kamille aus der Apotheke nehmen. Das Wasser abkochen und dann in eine Kanne geben und 2 Teelöffel Kamile in einen Teebeutel geben und für 10 Minuten ziehen lassen. Den Tee nur abgekühlt geben, man kann den noch etwas mit Wasser verdünnen und anbieten. Oder auch mit einer Einwegspritze (ohne Nadel) vorsichtig ins Maul geben. Mehr wie 2 Esslöffel Kamillentee am Tag sollte man nicht geben.

Benutzen als Umschlag kann man den Tee wie oben beschrieben zubereiten. Ein kleines Tuch in den Tee geben, danach rausnehmen und gut Ausdrücken und Vorsichtig auf die gewünschte Stelle legen. Am besten mit einem größeren trockenen Tuch abdecken und 30 Minuten einwirken lassen.

Johanniskraut – Wundheilung wird unterstützt

Kleine und leichte Bisswunden, Schnittwunden, Blutergüsse oder Quetschungen können nach einer guten Wundreinigung gut auf einen Umschlag aus Johanniskrauttee ansprechen. Die Heilung ist sehr gut und einfach in der Anwendung.

Johanniskraut Tinktur kann man leicht selber herstellen. Dafür eine Schüssel nehmen, 2 Händevoll vom getrockneten Johanniskraut dazugeben und mit 70 % Alkohol aufgießen. Das Ganze dann gut Verschließen und an einen dunklen Ort 2. Wochen stehen lassen.  In der Zeit muss man das alle 2. Tage einmal aufschütteln. Die Mischung durch ein sauberes Baumwolltuch geben, die Flüssigkeit auffangen. Das Tuch gründlich auspressen und die Flüssigkeit in eine Braune Flasche füllen. Die Tinktur kann man gut 1. Jahr lagern, wenn man drauf achtet das sie dunkel und kühl steht.

Verdünnte Anwendung der Tinktur 10 Tropfen der Tinktur mit 2 Esslöffeln Wasser mischen. Auch hier ist eine dunkle kleine Flasche besser. Lieber kleine Mengen Mischen.

Anwendung für den Tee nimmt man 2 Esslöffel Johanniskraut (getrocknet oder frisches) und gießt das mit einem viertel Liter kochendem Wasser auf.10 Minuten ziehen lassen, durch ein Sieb geben und abgekühlt der Katze zum Trinken anbieten. Man kann das natürlich auch mit einer Einwegspritze geben. Die Tagesmenge beträgt bis 1 Esslöffel pro Tier.

Salbei – Heilpflanze bei Husten

Salbei wirkt antiseptisch und fiebersenkend und eignet sich auch als Hustenmittel. Wenn man dem Salbei noch etwas Honig zugibt, lindert das den Husten, wirkt gegen Heiserkeit, Entzündungen im Katzenmaul, dem Zahnfleisch und im Rachen. Hier kann man das gut mit einer Spülung aus Salbeitee angehen. Die Inhaltsstoffe vom Salbeitee wirken Desinfizierend und es zeigt gut seine Wirkung beim Auswaschen von Verletzungen. Mit einem Umschlag kann man aber auch Zerrungen, Quetschungen und Dehnungen gut behandeln. Nicht geben bei tragenden und säugenden Katzen!

Zubereitung vom Salbei Tee 3 Teelöffel getrocknete Salbeiblätter mit ¼ Liter heißem Wasser aufgießen. Den Tee dann 12 Minuten ziehen lassen, danach durch ein Sieb abgießen. Den Tee für entzündete Körperteile vorsichtig drüber gießen, oder einen Umschlag machen. Aber dafür drauf achten, dass man keine fußelnden Tücher oder Watte nehmen. Auch keine Wattestäbchen. Man kann zum Spülen sonst auch Einwegspritzen nehmen. Bitte nur abgekühlt nutzen.

Salbei als Umschlag den Tee wie oben beschrieben fertig machen. Ein Handtuch oder anderen Lappen in eine Schale mit lauwarmen Salbei Tee geben, ausdrücken und Vorsichtig auf die betroffene Stelle legen. Nicht zu fest andrücken, sondern so dass die Katze das auch mitmacht.

Arnika – das wertvolle Hausmittel

Die Eigenschaften der Arnika sind antibakteriell, entzündungshemmend, krampflösend und Schmerzstillend. Gerade auch bei älteren Katzen die unter Abnutzungen der Gelenke leidet. Aber auch jüngere Katzen die Gelenkprobleme und Fehlstellungen haben, oder an einer Stoffwechselerkrankung leiden, unterstützen die Arnika das recht gut. Da unterstützen die kalten Wickel aus Arnikatinktur recht gut, gerade bei warmen und geschwollenen Gelenken. Das Mischverhältnis ist 1 Esslöffel Tinktur auf ½ Liter Wasser.

Herstellung der Arnika Tinktur 2 Händevoll der Arnikablüten in einem Gefäß geben und mit 70 % Alkohol aufgießen. Gut verschließen und an einen dunklen Ort für 2. Wochen stehen lassen. Alle 2 Tage einmal aufschütteln. Danach die Mischung durch ein Baumwolltuch geben und gut ausdrücken. Die Flüssigkeit in eine braune Flasche füllen und kühl und dunkel lagern.

Mischung der Tinktur 10 Tropfen auf 2 Esslöffel Wasser und in eine dunkle kleine Flasche füllen.

Arnika Umschläge sind einfach, einfach ein kleines Tuch in eine Schale geben und mit kaltem Wasser übergießen. Man kann auch leicht warmes Wasser nehmen, aber nicht mehr wie 20°. Mischverhältnis mit der Tinktur ist 1:5. Tuch dann ausdrücken und auf die betroffene Stelle legen.

Ringelblume – wirkt lindernd bei Entzündungen

Verletzungen durch einen Biss oder einer Schnittverletzung, kann man gut mit einer verdünnten Ringelblumentinktur als Wundreinigung nutzen. Auch bei Schürfwunden sind die Erfahrungen mit der Behandlung der Ringelblume sehr gut.  Kompressen können bei Verbrennungen mit der Ringelblumen Tinktur oder Salbe gutes Wunderwirken und lindern den Schmerz. Aber auch bei Ohrenentzündungen am äußeren Gehörganges spricht gut zur Unterstützung der Tinktur gut an.

Zubereitung der Tinktur 2 Händevoll frischer oder getrockneter Ringelblüten in einem Gefäß geben und mit 70% Alkohol aufgießen. Gut verschließen an einen dunklen Ort für 2 Wochen aufbewahren. Alle 2 Tage einmal durchschütteln. Nach 2. Wochen durch ein Baumwolltuch schütten, die Flüssigkeit auffangen und in eine braune Flasche füllen. Diese dann an einen dunklen Ort aufbewahren.

Ringelblume Tinktur Mischung 10 Tropfen auf 2 Esslöffel Wasser mischen.

Hautstellen sehr vorsichtig mit verdünnter Tinktur säubern und danach mit der Tinktur oder einer Salbe bestreichen. Salben gibt es beim Tierarzt oder in der Apotheke. Oder selber machen.

Ringelblumen Salbe herstellen geht einfach, dafür 250 g Vaseline in einen Topf geben und bei sehr kleiner Hitze schmelzen lassen. Eine Handvoll getrocknete Ringelblumenblüten dazugeben. Die Mischung für 10 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Durch ein Baumwolltuch geben und vorsichtig ausdrücken. Vorsichtig es ist heiß. Die Flüssigkeit in eine leere Salbendose geben (bekommt man in der Apotheke). An einem kühlen Ort kann man die Salbe ein paar Monate nutzen.

Petersilie – vielseitig und belebend

Petersilie ist harntreibend, entkrampfend und hat noch belebende Eigenschaften. Als Tee kann es im Rahmen einer Reduktionsdiät die Darm- und Nierentätigkeit anwenden. Leidet die Katze unter einer Blasenentzündung, kann man die Petersilie als frisches Kraut oder Tee zur Unterstützung geben. Das fördert die Funktion der Harnwege.

Bitte nur in Absprache mit dem Tierarzt geben und nicht auf eigene Faust geben.

Nicht anwenden bei Katzen mit Nierenentzündungen. Nicht bei trächtigen Katzen geben.

Frische Petersilie kann man ½ Teelöffel nehmen, sehr fein hacken und unter das Futter mischen. Jedoch sollte man die frische Petersilie nicht länger als 10 Tage zum Futtergeben.

Petersilientee kann man länger Anwenden als frische Petersilie. Dafür 2 Esslöffel frische Petersilienblätter mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Danach die Blätter entfernen und abgekühlt kann man den Tee dann mit einer Einwegspritze geben. Mehr als 1 Teelöffel vom Tee sollte man nicht geben. Zu viel davon kann  zu Reizungen der Nieren und der Magen-Darm-Schleimhaut führen.

 

Kommentare 4

  • Das klingt wirklich spannend! Unser Hund bekommt immer Alfalfa ins Futter.
    Liebe Grüße,
    Marie

  • Also Kamilie ist bei uns auch immer da. Das habe ich mal empfohlen bekommen vom Tierarzt und zeitdem bekommt unsere das ab und an zum trinken „also, natürlich kalt“. ^^
    Von den anderen wusste ich das jetzt noch nicht und bin dir sehr dankbar dafür.

    Alles liebe

  • Naturmedizin finde ich toll! Für Katzen hatte ich sie bisher nicht in Betracht gezogen! Aber warum eigentlich nicht! Ich finde gut, dass du drauf hinweist, dass man nicht allein rumdoktorn soll, aber wenn es hilft, würde ich vieles davon auch bei meiner Maya anwenden!

    Liebe Grüße
    Jana

  • Man…da ist ja echt allerhand Wissen dabei, dass mir bis dato gar nicht bewusst war! Ein wirklich toller und informativer Beitrag – Danke

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