Kaninchen Winterfest Halten

Kaninchen sind Haustiere, die man unter bestimmten Voraussetzungen auch in Außenhaltung halten kann. Dafür muss man aber mehr beachten als nur einen „Hasenstall“. Ich versuche drauf einzugehen und euch die Wichtigen Punkte zu erklären. Wenn jemand nun seine Kaninchen draußen halten möchte, muss einiges Beachten damit es den Tieren auch gut geht.

Bitte nehmt abstand von den alten Haltungsbedingungen die Kleingärtner haben/ hatten da wurden die Tiere nicht artgerecht gehalten. So darf niemand mehr ein Tier halten, das ist einfach nicht gerecht und tut dem Tier nicht gut.

  • Abstand nehmen von den Außenstallkäfigen, die man im Zoo laden kaufen kann. Diese sind nicht artgerecht. Viel zu klein für die Kaninchen, bieten nicht genug Schutz und sind auch nicht genug geschützt vor Nässe und Kälte.
  • Kaninchen müssen auch in Außenhaltung immer Auslauf haben damit die sich Bewegen können. Damit bleiben die Kaninchen Fit und gesund und halten sich damit auch warm.
  • Kaninchen müssen seit dem Sommer in Außenhaltung leben, damit sie sich an die Kälte gewöhnen. Alles andere würde die Gesundheit Gefährden und Erkältungen usw. hervorrufen.

September sollte man Anfangen den Kaninchenstall Winterfest zu machen. Da fallen die Temperaturen und es kann schon kalt werden. Beginne damit rechtzeitig, es nimmt einiges an Zeit in Anspruch.

Kaninchenstall winterfest machen

Kaninchen können durchaus auch draußen im Winter leben, wenn man den Stall Winterfest macht. In der Natur verschwinden Kaninchen in ihren Erdlöchern und Bauten die geschützt sind. Nun ist das in der Außenhaltung kaum möglich, aber man kann mit einfachen Sachen den Stall warm machen, dass die Tiere sich wohl fühlen.

  • Mehr Einstreu als Sonst. Also mehr spänne, Stroh und Heu zur Verfügung stellen. Damit können die Kaninchen sich ein Nest bauen und es sich gemütlich machen. Ideal sind 8 cm Streu-Schicht. Das Sorgt auch dafür das der Urin gut aufgesaugt wird und das Tier nicht in der nässe sitzt. Darüber ordentlich Stroh und Heu geben, die Tiere machen sich das dann zurecht.
  • Perfekt ist auch unter der Streu ein Nager Teppich, der hält den Stall warm und schützt vor Bodenfrost was von unten noch kommt.
  • Die Seiten des Stallens und das Dach muss je nach Bauart auch gedämmt werden. Wir haben dafür Dachpappe genommen, dann diese an den Seiten noch Liegestandmatten aus diesem Schilf und wenn es Regnet eine Plane drüber. Wichtig ist nur das man für eine gute Luftzufuhr sorgt. Daher ist ein Schlafabteil was Windgeschützt ist sehr wichtig. Wichtig ist das alles gut befestigt ist, damit es nicht wegfliegt.
  • Wenn man jetzt einen Großen Stall hat, baut man diesen mit Dämmung auf und achtet nur drauf das klein Zugluft entsteht und man die Fenster schließen kann.
  • Wenn die Kaninchen von drinnen immer in den Auslauf können, bietet sich hier die Lösung einer langen und großen Röhre an. Die sollte dann aber mindestens 50 cm lang sein, damit dadurch keine kalte Luft so reinkommt.

Im Auslauf auch immer Versteckungsmöglichkeiten anbieten und auch Stroh und Heu. De Tiere nehmen das gerne an und Kuscheln da auch gerne drinnen.

Beim Auslauf drauf achten das auch dieser gut geschützt ist. Man kann Eine Folie oder anderen Schutz nehmen von oben den man aber immer kontrollieren muss, gerade wenn schnell fällt. Und 3 Seiten sollte man auch absichern das dort keine kalte Luft/ Schnee oder Regen reinkommt.

Täglich nasse Stellen aus dem Stell entfernen. Nasse stellen kann zu Erkältungen und Blasenentzündungen führen.

Das Trinkwasser

Wenn es kalt wird hat man auch Probleme mit dem Wasser. Trinkflaschen sind da eh ein Problem, die frieren zu schnell ein. Hier kann man Wasser im Napf anbieten. Das darf aber nicht heiß sein, sondern lauwarm reicht aus. Das muss man dann natürlich öfters austauschen, gerade wenn es wirklich kalt wird und es einfriert.

Es gibt zwar auch Lösungen mit beheizter Tränke usw. Aber wenn man das Wasser 4x am Tag erneuert sollte das auch gehen. Die Tiere trinken dann gleich was und halten das aus, bis es wieder was gibt. Meistens schaut man bei kälte ja eh öfters nach den Tieren.

Futter muss man auch beachten, das frisches nicht gefriert. Das ist dann nicht mehr gut für die Kaninchen und muss entfernet werden. Daher kleine Mengen füttern. Statt 2x am Tag dann 4x am Tag füttern.

Wichtiges zur Haltung

Kaninchen sollen niemals allein Leben. Wichtig ist das sie unter Artgenossen leben und dass sie mindestens zu 2 sind. Das auch in Außenhaltung die Kaninchen pro Tier 2 qm haben, noch besser mehr den durch das Bewegen halten die Tiere sich auch warm und können sich entscheiden was sie machen wollen und je mehr Platz, desto glücklicher das Tier.

Meerschweinchen sind keine Partner. Diese sollte man nicht allein mit einem Kaninchen zusammenhalten.

Das Gehege muss auch einen frostsicheren Bereich also eine Schutzhütte – Stall haben. Der muss aber genauso wie das Gehege Einbruchsicher sein gegen Ratten, Mader usw. Auch von unten muss es gut geschützt sein.

Fütterung der Kaninchen im Winter

Es müssen bei der Fütterung verschiedene Komponenten beachtet werden, damit es den Tiers gut geht.

Ausreichend Grünfutter muss sein für Kaninchen. 70% der Nahrung muss Grünfutter sein und das sollten die Tiere natürlich auch kennen. Ob Salat, Möhren oder Kohlgemüse. Die Auswahl ist groß was man kaufen kann und was die Tiere fressen dürfen. Alles sollte man dem Tier langsam anfüttern damit sie keine Probleme mit dem Darm bekommen. Ein paar Küchenkräuter dürfen das auch sein, auch wenn diese nicht immer günstig sind.

Raufutter ist Pflicht und das muss wirklich gute Heu sein und in ausreichender Menge den Tieren zur Verfügung stehen. Als Snack kann man getrocknete Kräutermischungen untermischen, das regt die Tiere an und sie freuen sich natürlich drüber. Cobsballen also Grascobs sind auch eine gute Leckerlösung die man füttern darf und das Kaninchen freut sich drüber.

Trockenfutter sollte man wirklich einiges beachten und nicht alles Füttern. Am besten auf getrocknete Gräser, Kräuter und Gemüse zurückgreifen und vielleicht mal ein paar Snacks. Die Äste nicht vergessen zum abnagen der Zähne. Alternative gehen aber auch Sämereien Mischungen, die man selbst mischen sollte aus Sonnenblumenkernen, Kürbiskerne, Mohn, Leinsamen und Sesam. Dann noch Löwenzahnwurzeln getrocknet dürfen nicht fehlen. Weizenkeime oder Roggenkeime dürfen auch mal gefüttert werden.

Trockenfutter aus dem Laden sollte man aber nicht kaufen und Füttern. Da dort vieles enthalten ist, was dem Tier nicht guttut und oft auch Zucker enthält. Nicht alles was Verkauft wird ist gut auch wenn da gesund draufsteht.

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