Miethund – betreuter Hund für ältere Menschen

Ich habe vor einiger Zeit von einer Aktion gehört, die sich „Miethund“ oder auch „betreuter“ Hund nennt. Bis dahin kannte ich das nicht und natürlich war meine Neugier gleich geweckt. Nicht weil ich das vielleicht selber in Anspruch nehmen möchte, sondern eher aus Neugier, was sich dahinter versteckt. Den Miethund hört sich nicht so gut an und da kommt mir eher der Gedanke an ein „Mietwagen“ oder anderen Gegenständen in den Sinn. Und natürlich wollte ich wissen, welcher Sinn und welcher Gedanke dahinter steckt und warum man das macht. Den es sind ja Tiere und Lebewesen, und wenn man sich für eines entscheidet, dann sollte man das nicht auf einer selber ausgesuchten Zeit machen, sondern wirklich von Anfang bis Ende. Doch meine Meinung hat sich nach dem Informieren etwas verändert und man darf es nicht auf das Mieten versteifen. Ich versuche mal die Idee betreuter Hund dahinter zu erklären.

Was ist ein betreuter Hund?

Man bekommt dort nicht einen Hund für kurze Zeit, wenn man einmal Lust hat, sondern der Hund wird schon, solange es einen Menschen möglich ist, dort bleiben. Diese Idee ist vor allen für ältere Menschen, damit diese wieder aktiv werden. Und man kann nicht einfach dort Anrufen und Sagen ich möchte einen Hund, sondern man wird erst kennengelernt, das zu Hause und das Umfeld wird kennengelernt, und wenn dann alles passt, wird eine Partnerschaft eingegangen. Beim Kennenlernen wird dann natürlich auch auf die Umstände und Aktivitäten vom Menschen geachtet, dass man auch den passenden Hund für den Menschen findet. Die Hunde gehen dann zum neuen Besitzer, gehören dem aber nicht, sondern bleiben immer im Besitz der Organisation, über die das läuft. Hier hat man dann immer einen Ansprechpartner, den man immer anrufen kann, wenn es Probleme oder Sorgen gibt. Man wird gut betreut.

Damit man auch immer sieht, wie es dem Hund gibt, wird das Hundefutter geliefert. Das hat den Vorteil, dass man sich nicht um das Futter kümmern muss und das man sieht, wie das Team sich fühlt und ob der Hund gesund bleibt. Die Hunde sind in der Regel auch geimpft, haben einen Chip und haben meistens auch eine OP-Versicherung. Für die Hundesteuer muss dann der neue „Besitzer“ aufkommen.

Vorteil für die betreuter Hund Besitzer die einen eine Sorge abnehmen

Eine weitere Sorge ist immer, was mache ich mit meinem Hund, wenn ich krank werde und ins Krankenhaus muss? Und glaubt mir, das ist eine Sorge, die einen verrückt werden lässt. Leider hat man nicht immer jemand, der dann sich um den Hund kümmern kann von der Zeit her. Wenn man das über diese Organisation macht, muss man sich keine Gedanken machen. Sollte man ins Krankenhaus kommen, wird der Hund innerhalb von 24 Stunden zu sich geholt und solange drum gekümmert, bis man wieder zu Hause ist. Und der Hund wird in der Zeit wie gewöhnt versorgt und sich drum gekümmert. Und auch wenn man danach auf Reha muss, muss man sich keine Sorgen machen. Auch in der Zeit kann man dort anrufen und sich erkundigen, wie es dem Hund geht. Damit kann man in Ruhe gesund werden, ohne dass man sich Sorgen macht.

Geht es irgendwann nicht mehr aus gesundheitlichen Gründen oder wenn man vielleicht in ein Seniorenheim müssen oder Versterben, wird der Hund von der Organisation wieder aufgenommen und sich weiter um das Tier gekümmert werden. Also für die älteren Menschen eine gute Alternative, damit sie nicht Rosten und auch wieder aktiv am Leben teilnehmen können. Und ein Hund bringt einen, nicht nur die nötigte Bewegung, sondern man kommt auch mit anderen Menschen wieder mehr in Kontakt.

Der betreuter Hund und woher diese kommen

Es sind meistens Hunde, die man abgeben musste. Scheidungskinder, Trennungsopfer und leider auch von Verstorbenen. Dass man diesen Hunden eine Chance gibt, finde ich sehr gut. Die Hunde die vermittelt werden, kennt man natürlich gut und diese haben auch ein schönes Leben verdient. Für diesen ganzen Service muss man natürlich eine Gebühr bezahlen, auch eine Art Schutzgebühr. Das finde ich sehr gut, vor allem, dass man immer jemand hat, mit den man Kontakt hat und man nie alleine ist. Und ich finde zu den Hunden, meistens sind diese älter das diese es mehr als verdient haben, ein schönes Zuhause bekommen, in denen Sie geliebt werden. Man sieht sonst, dass diese Hunde im Tierheim nicht immer eine gute Chance haben und dort lange sitzen. Und leider ist das auch oft so, dass Menschen über 50 Jahre kaum eine Chance im Tierheim bekommen. Meistens werden diese dort abgelehnt durch das Alter.

Alles wird vertraglich festgehalten, welche Verpflichtungen und Verantwortung man hat, welche Kosten auf einen zukommen usw. Dieses Projekt finde ich schon interessant, ich blende das Mieten einfach aus, das hier hat ja eine andere Bedeutung. Man bekommt als älterer Mensch die Chance sich wieder um einen Hund zu kümmern, hat aber immer jemand als Ansprechpartner und muss sich keine Gedanken machen, wenn man ins Krankenhaus muss. Und diese Angst mit dem Krankenhaus kenne ich selber, ich habe mich nach dem Herzinfarkt selber entlassen, weil ich niemand hatte, der für meinen alten Hund genug Zeit hatte.

betreuter Hund Dacky Langhaardackel

Um das zu umgehen, finde ich diesen Service sehr gut und altersgerecht. Kosten sind ca. 150€ im Monat je nach Hund. Was aber neben den Service auch noch die OP-Versicherung und die Futterkosten beinhaltet. Ich würde diesen Service vom Begleithund nach dem Kennenlernen auch in Anspruch nehmen, wenn ich gesundheitlich dem Hund das biete, könnte mit dem raus gehen. Ich vermisse meinen Hund sehr, 18 Jahre sind wir durch dick und dünn gegangen. Vielleicht ist meine Gesundheit irgendwann wieder besser. Bis dahin liebe ich jeden Kontakt zu anderen Hunden im Haus und meiner Umgebung.

Meine Meinung zu dem betreuter Hund und den ganzen Service

Erst war ich von dem Miethund – betreuter Hund nicht angetan und hatte eine Abneigung. Nachdem ich jetzt aber mich über einiges informiert habe, mich durchgelesen habe ist das eigentlich anders als im ersten Moment nicht gedacht. Den man bekommt einen Hund nach einem Gespräch, bis zum Ende und nicht einfach mal so zwischendurch. Als Begleithund Besitzer wird man gut betreut und hat immer jemanden, der einen hilft und einfach zuhört. Aber vor allem auch das Thema mit dem Krankenhaus und Reha finde ich sehr gut.

Damit sind die älteren Menschen gut unterstützt und können so wieder mit einem Hund durchs Leben gehen und Spaß haben. Als Hundebesitzer muss sich auch nicht um das Futter kümmern.  Das bekommt man immer ins Haus gebracht, was zwei Vorteile hat. Zum einen muss man das nicht selber tragen, was bei älteren Menschen ja auch immer wieder ein Problem.  Zum anderen sieht man immer, wie es dem Hund geht.

Was denkt ihr über dieses Modell betreuter Hund und hattet ihr am Anfang auch diese Sorgen und ein Gefühl dagegen?

Kommentare 7

  • Ich finde die idee nicht schlecht. So haben beide Seiten was davon und sind zusammen Glücklich.

  • Hallo

    Ich kann mich den anderen nur anschließen, finde ich eine gute Idee. 🙂 Und „Miethund“ finde ich nicht ganz so schlimm..

    LG
    Nadine

  • Ich finde die Aktion wirklich toll.
    Für die ältere Menschen ist das wirklich toll.

    Lg Jasmin

  • Was es nicht alles gibt. Aber die Idee finde ich wirklich toll und am Ende hat ja nicht nur der Mensch etwas, sondern auch der Hund. Allerdings finde ich schade, dass es so viel kostet. 150€ im Monat, finde ich Persönlich viel zu teuer. Da sollte nochmal drüber nachgedacht werden.

    Alles liebe

  • Finde ich eine schöne Sache, vor allem für die Hunde, die wegen Trennungen und Scheidungen oder einem verstorbenen Herrchen plötzlich alleine sind.

    Liebe Grüße
    Jana

  • Hallo,ich finde sowas eigentlich eine schöne Sache. Klar hört sich das Wort „Miethund“ nicht sonderlich toll an. Aber der Gedanke dahinter finde ich toll. Älteren Menschen eine stütze und Begleiter zu sein.

  • Ich find das echt schön für ältere Menschen! Gute Sache!

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