Pferdefütterung am besten mit Beratung

Ich habe zwar keine Pferde mehr, aber ich interessiere mich nach wie vor dafür und es hat sich in den ganzen Jahren sehr viel verändert. Genauso hat sich die Fütterung verbessert und optimiert und man füttert nicht nur Hafer. Nein, das Futter wird auf die Pferde abgestimmt und wie bei anderen Tieren sollte man auch drauf achten, dass das Futter am besten ohne Zucker ist. Für den Anfang würde ich dann am besten mir eine Futterberatung holen von einer Firma die Zuckerfreies gesundes Futter anbietet. Es gibt einige Firmen, die einen da gut Beraten und zum Stall kommen.

Futterberatung fürs Pferd am Stall

Am besten ist immer eine Futterberatung für das Pferd. Das heißt es kommt jemand von der Firma in den Stall, schaut sich das Pferd an und hört sich an was das Pferd leisten muss. Ob es Besonderheiten gibt und Vorlieben. Dort wird dann das richtige Futter ausgesucht und wenn nötig auch Zusatzfutter. Man bekommt es genau erklärt und meistens auch Futterproben, um zu sehen wie das Pferd, das frisst und verträgt.

Vor allem wird man gut beraten, wenn man Zusatzfutter braucht. Ob für die Hufe, Fell usw. Gerade auch hier muss man welches nehmen was in einer guten Qualität ist. Das Pferd soll es ja auch Verwerten können, um einen guten Nutzen zu haben. Damit man diese Beratung bekommt, muss man einfach Kontakt aufnehmen mit der Firma und fragen. Meistens bekommt man dann einen Termin und wenn noch andere Pferdebesitzer interessiert sind, ist das dann meistens noch einfacher zu bekommen.

Warum kein Zucker Füttern- was bewirkt das beim Pferd?

Der Zucker ist eine schnell Verfügbare Energiequelle für ein Pferd, dazu zählen auch die Stärke. Beides sind Kohlenhydrate. In der Natur vorkommenden Kohlenhydrate sind überwiegend pflanzlichen Ursprungs, die auch den Hauptteil der Nahrung vom Pferd ausmacht. Für eine gute Funktion des Gehirns und dem Nervensystem ist Zucker für Pferde Wichtig und notwendig. Gräser aber auch Getreide prodozieren im Sonnenlicht Glukose und speichern diesen Zucker in einer konzentrierten Form als Stärke in Samen und den Wurzeln.

Kohlenhydrate werden in Nicht Struktur und Struktur Kohlenhydrate eingeteilt.

Nicht-Struktur- Kohlenhydrate sind sämtliche Zuckerverbindungen aus Einfach,- Zweifach- und Mehrfachzuckerverbindungen wie Glukose – Traubenzucker, Fruktose – Fruchtzucker, Rübenschnitzel und Stärke. Dieses sind Energiespeicher. Die Verdauung erfolgt bei einer ausgewogenen Ernährung des Pferdes überwiegend im Dünndarm.

Struktur-Kohlenhydrate haben diesen Namen dafür zurecht, denn sie zählen zu den Rohfasern und bilden das Gerüst aller pflanzlichen Zellwände. Zu den Struktur-Kohlenhydrate gehören Cellulose, Pektine und Hemicellulose. Rohfaser haben einen positiven Einfluss auf den Blutzuckerspiegel vom Pferd und sorgen außerdem für gesundes Verdauungssystem. Die Verdauung von Struktur- Kohlenhydrate erfolgt bei der ausgewogenen Ernährung bei Pferden über den Dickdarm.

Grundsätzlich dient Zucker als Energieversorgung vom Pferd. Im Stoffwechsel werden Kohlenhydrate in Form von Einfachzucker befördert und als Glykogen bis zur Nutzung zwischengelagert. Der Blutzuckerspiegel wird über das Insulin, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird, reguliert.

Der Kohlenhydratstoffwechsel vom Pferd

Der Einfachzucker wie Fruktose und Glukose ist so klein, dass er im Dünndarm nicht aufgespalten werden muss. So kann es direkt von der Darmwand aufgenommen werden und gelangt direkt in die Blutbahn. Das meiste Pferdefutter bestehen weniger aus Einfachzuckern, sondern eher aus Stärke als Hauptkomponente. Stärke aber muss zunächst durch den Speichel und dann später im Dünndarm des Pferdes durch das eigene Enzym Amylase in einfach Zucker umgebaut wird, bevor es dann die Darmwand passieren kann.

Zucker, aber auch Stärke gehören in die Pferdenahrung zu den leichtverdaulichen Kohlenhydraten und sorgen kurzfristig für einen schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels. Ein hoher Blutzuckerspiegel erzeugt eine gute und schnelle Ausschüttung von Insulin, welche die Organe wie Leber, Muskel- und Fettzellen veranlasst, den Überschuss vom Zucker im Blut aufzunehmen und als Glykogen zu speichern.

Dagegen sind Strukturbildende Kohlenhydrate, die den Dünndarm passieren weitgehend unverändert und werden erst verarbeitet, wenn sie im Dickdarm sind. Dort werden sie mikrobiell verdaut. Damit entsteht eine kurzfettige Fettsäure, die über die Dickdarmwand aufgenommen werden und dem Pferd als Energie zur Verfügung steht. Der Dickdarm ist für diese mikrobielle Verdauung der pflanzlichen Strukturstoffe ausgelegt. Wenn das Pferd nun rohfaserreiche Ernährung hat, welche auch arm an leichtverdaulichen Kohlenhydraten ist, steigt der Blutzuckerspiegel deutlich langsamer.

Berechnung vom Zucker und Stärke im Pferdefutter

Ein Großpferd das Gesund ist könnte bis 2,5kg Zucker und Stärke pro Tag tolerieren. Aber das sollte man niemals Füttern und ausreizen. Wenn es ein Überangebot gibt, besteht die Gefahr das der Zucker und die Stärke nicht vollständig im Dünndarm verdaut werden und damit unverdaut in den Dickdarm gelangen kann.

Man sollte schon die Richtige Menge ausrechnen und das Verhältnis der kompletten Futtermenge im Auge behalten. Wichtig ist das man nicht nur auf die Zusammensetzung eines Teils der Futterration also nur Raufutter oder nur Kraftfutter schauen. Es geht immer um die Gesamtmenge des Futters was das Pferd den ganzen Tag frisst. Dafür ist wirklich wichtig das man weiß was das Pferd in welcher Menge frisst. Man muss ausgewogen Ernähren mit der Struktur- und Nicht-Struktur-Kohlenhydraten und das anbieten, also wichtig die genaue Menge an Raufutter und Kraftfutter muss gewogen werden und man muss die Inhaltsstoffe kennen. Dicke Pferde sollten weniger mit diesem zucker- und stärkereichen Futter gefüttert werden.

Stärkezufuhr pro Mahlzeit sollte nur eine kleine Menge sein, also 200g je 100kg Idealkörpergewicht und das darf nicht übersteigen. Also ein Gesundes Pferd sollte mit 600kg Gewicht höchstens 2,5kg Hager, 2 kg Gerste oder 1,5kg Mais pro Mahlzeit bekommen. Natürlich kommt es auch auf die Arbeit mit dem Pferd an. Wenn das Pferd nicht wirklich Arbeiten muss, sollte man eher weniger Füttern.

Gras denke ja viele ist super gesund aber auch hier Vorsichtig, Gras ist zuckerhaltig. Der Gehalt beträgt 400g je Trockensubstanz. Das bedeutet es entfallen bis 100g auf reine Zuckerverbindung. Wenn das Pferd nun 1 kg frisches Gras frisst, nimmt es also 16 bis 20g Zucker auf. Das entspricht eine Menge von 6 Würfelzucker. Wenn das Pferd nun den ganzen Tag auf der Weide steht, nimmt es ca. 40kg Gras zu sich, was ca. 1 kg Zucker ist. Wenn es nun Hochleistungsgräser sind wie Kuhwiesen, sind die ungeeignet für Pferde.

Heu enthält nun weniger Zuckerverbindung als Frischgras. Aber auch im Heu befindet sich Zucker. Es kann bis zu 10% Zuckergehalt im Heu vorhanden sein, was auch von den Grassorten abhängig ist. Pferde brauchen bis 2,0% des Körpergewichtes an Raufutter in Trockenmasse. Ein 600kg Pferd benötigt bis 12 kg Raufutter am Tag.

Heucobs als hochwertigen Raufutterersatz wird auch oft eingesetzt. Die kräuterreichen Weidengras Brocken fördern die Kau- und Speichelbildung des Pferds. Der Zuckergehalt beträgt 7,8% und Stärke ist mit 2,2% enthalten. Es gibt Nuggets die reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien sind. Dieser Heuersatz ist frei von Melasse- und Getreide und nicht nur für Pferde geeignet die Probleme haben mit der Aufnahme vom Raufutter, sondern auch für Pferde die Zucker empfindlich sind.

Zuckerrübenschnitzel gibt es mit kurzer Einweichzeit, gibt es auch mit wenig Stärke und Zucker. Es gibt eine Sorte aus entzuckerten Zuckerrübenschnitzel ohne Zuckerstoffe, also auch ohne Melasse. Es ist keine Stärke enthalten, nur 5% Zucker und viele gesunde Ballaststoffe wie Pektin. Es sorgt für langsam freiwerdende Energie und hat eine optimale Feuchtigkeitsvorrat im Verdauungstrakt vom Pferd. Ideal für Pferde und Ponys mit schlechtem Gebiss, die aber auch sehr wenig Stärke und Zucker aufnehmen dürfen.

Es gibt auch eine Sorte Zuckerrübenschnitzel mit zusätzlichen Eiweißen aus Luzerne und Soja. Perfekt für Pferde die Zuckerempfindlich sind, die aber Extra Energie und Proteine benötigen. Es enthält nur 3% Stärke und 5% Zucker.

Zuckerüberschuss im Pferdefutter und die Probleme damit

Auch wenn Zucker und Stärke schnell verdaut wird, kann es vorkommen, dass die Ration zu hohen Anteilen an Stärke und Zucker haben. Da reicht die Zeit im Dünndarm nicht aus, um das komplett zu verdauen. Wenn nun aber immer wieder größere Mengen an Nicht-Struktur-Kohlenhydrate wie Stärke und Zucker in den Dickdarm kommen, kann es das bakterielle Gleichgewicht stören. Der Dickdarm arbeitet dann nicht mehr richtig, so dass es zu Kotwasser, Durchfall oder auch zu einer Gaskolik kommen. Es ist nicht bedarfsgerecht zu hohen Anteilen von Stärke und Zucker auf langer Sicht zu füttern, das führt auch zu Übergewicht und Stoffwechselproblemen beim Pferd.

Auch auf Dauer zu viel Fruktan was bei vielen Pferden beliebte Gras enthalten ist, bereitet uns Menschen Kopfschmerzen. Es gehört zu der Gruppe der Oligo- oder Polysaccharide und die Verdauung findet im Dickdarm statt. Zu viel fördert die Bildung bestimmter Bakterien, was die Entwicklung von Hufrehe auslösen kann. Bei kaltem und sonnigem Wetter ist der Fruktangehalt im Gras am höchsten.

Daher sollte man mit Gras und Weide sehr vorsichtig sein und Pferde und Ponys, die zu Rehe neigen nur wenig Gras zur Verfügung stellen.

Tipp: Das wichtigste für das Pferd ist in erster Linie Grobfutter – Raufutter. Beim Heu am besten auf spät geschnittenes zurückgreifen. Wenn das Pferd kaum oder gar kein Weidegang haben, kann man das mit Raufutter und Mineralfutter und Kraftfutter decken und an den besten dann zucker- und stärkeärmeren Futtersorten nehmen.

Wenn das Pferd nun viel frisches Gras bekommt und zu Übergewicht neigt, sollte man evtl. auf ein Maulkorb zurückgreifen damit man die Aufnahme etwas einschränkt.  

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