Tiere im Seniorenheim

Wenn ich irgendwann in einem Seniorenheim muss, dann nur in eines, wo auch Tiere sind. Tiere sind immer noch das Beste, was einen Menschen passieren kann. Das fängt im Babyalter an und soll nicht aufhören, wenn man in ein Seniorenheim muss. Jeder, der ein Haustier hat, weiß um seine positiven Wirkungen für uns Menschen. Dabei ist es egal, welches Tier das ist, ob ein Hund, eine Katze, Wellensittiche oder ein Nager. Es geht immer drum, dass sie bedingungslos lieben, keinerlei Vorurteile haben und doch wird ein verantwortliches Handeln eingefordert. Schon jetzt haben einige Senioren und Pflegeheime das erkannt und gehen immer mehr dazu über, tierische Mitbewohner aufzunehmen.Selbst wenn das Tier nicht auf Dauer einziehen kann, so wird es immer wieder erlaubt, dass man von Hunden besucht wird, die sich wunderbar auf den Mitbewohner einstellen können.

Positive Effekte im Seniorenheim für Demenzerkrankte

Immer mehr wird auf die tiertherapeutische Betreuung gebaut, doch auch bei demenziell erkrankten Menschen hat da einen hohen Stellenwert erreicht. Es spielt hier auch keine Rolle, welches Tier zum Einsatz kommt, die Wirkung ist einfach deutlich spürbar. Natürlich muss man vieles vorher abklären, unter anderen, ob es vielleicht Allergien oder Angst vor den Vierbeinern gibt.

Leider werden es immer mehr Menschen die an Demenz leiden und es ist nicht abzusehen, ob das jemals weniger wird. Durch die Krankheit verliert man nicht nur die individuelle Persönlichkeit, sondern es wird auch ein erhöhter Abbau der Informationsweiterleitung wichtiger Nervenzellen im Gehirn. Man kann nicht mehr auf den normalen Weg Kontakt zu diesen Menschen aufbauen, man muss besondere Wege gehen, damit man zu ihnen durchkommt. Diese Wege können unterschiedlich und vielfältig sein, doch der Effekt, wenn dabei Tiere, meistens vor allem Hunde ins Spiel kommen, ist erwiesen. Tiere können als Türöffner in diese fremde Welt, die Welt der Demenzkranken sein. Und diese Tür sollte man nutzen, ist sie doch was Schönes und Natürliches. Und diese kostbaren Momente mit dem Tier sollte man jeden Menschen geben, Tiere sind mehr als nur Tiere. Tiere verstehen uns ohne Worte und können sofort am Gespür merken, wenn etwas anders ist.

Warum sind Tiere so Wichtig für Senioren?

Tiere sind nicht nur für Senioren wichtig, sondern im Allgemeinen für uns Menschen. Tiere geben uns viel mehr als nur der Blick und die Liebe. Man kann Tiere für ihre feine Art nutzen. Es gibt Hunde, die merken das sehr schnell, wenn jemand einen Zuckerschock bekommt oder einen elliptischen Anfall, bevor wir Menschen das merken.  Tiere kommen in das innere von einem Menschen, wo ein anderer Mensch einfach nicht hinkommt.  Doch warum sind Tiere so wichtig für Senioren? Kann man nicht so schnell erklären. Es gibt einfach eine Verbindung zwischen Kopf, Bauch, Herz und die Gefühle, die einen positiven Effekt erzeugen.

  • Das Empfinden von Mitgefühl und Gefühl im Allgemeinen wird besser
  • Man kommt wieder mit dem Gegenüber in Gespräch
  • Tiere spenden Trost und Wärme
  • Tiere vermitteln Geborgenheit und das Gefühl des Verstehens
  • Demenzkranke Menschen werden aufmerksamer, wenn sie dem Tier gegenüber stehen
  • Tiere verbinden Menschen
  • Die Senioren haben wieder ein Gesprächsthema
  • Tiere zaubern wieder ein Lächeln ins Gesicht
  • Senioren bekommen wieder mehr Bewegungen
  • Senioren kommen aus ihrer Isolation

Tiere sollten aber kein Zeitvertreib sein, sondern Sie sollen die Senioren aus der Isolation raus holen, sich wieder mehr unter Menschen bewegen und eine Aufgabe bekommen. Die Aufgabe besteht drinnen, das Tier zu versorgen und sich drum zu kümmern. Mit anderen Mitbewohnern sich unterhalten und meistens kommen dann andere Unternehmungen wie spazieren gehen, mal einen Kaffee trinken gehen und andere Aktivitäten von alleine zurück. Es kann wieder Leben in einen Geist erwecken und das möchte man ja auch. Die Senioren werden im Geiste auch wieder jünger und wecken die eingeschlafenen Geister.

Inkontinenz Hund

Bedenken der Seniorenheime

Es gibt immer noch Bedenken mancherorts, auch wenn viele Senioren und Pflegeheime auf den tiertherapeutischen Ansatz Wert legen. Vor allem weil es keine bundesweite Empfehlung dazugibt. Eine Tierhaltung in Senioreneinrichtungen ist nicht verboten.  Aber es gibt auch regionale Empfehlungen und Richtlinien, die festlegt, welche Tiere wann und wie zum Einsatz kommen sollen. Natürlich muss man drauf achten, dass man nur Tiere nimmt, die mit den neuen Situationen zurechtkommen und in den Job aufblühen. Und man muss auf eine artgerechte Unterbringung achten und die Betreuung muss gewährleistet sein.

Wenn die Leitung im Seniorenheim keine Tierhaltung möchte, ist hier die Besuchsdienste eine Alternative für die Senioren. Das bedarf natürlich auch einiges an Vorbereitung, aber wenn an das möchte, findet man auch hier eine Lösung. Natürlich sind auch hier wichtige Punkte, wie der Gesundheitszustand, ob das Tier geimpft und entwurmt ist und das auch eine Haftpflichtversicherung vorhanden sein muss. Dann werden natürlich auch Zeiten und die Dauer des Besuches abgemacht und man muss auch ein Fingerspitzengefühl haben, wenn die Bewohner lieber Ihre Ruhe haben möchten oder das man den Betrieb nicht stört, das sind sehr wichtige Punkte, damit alles gut läuft auf Dauer.

Zum Einsatz kommen meistens Hund, Katzen und Kaninchen. Aber es gibt auch Versuche mit Lamas und Ponys, die gut gehen. Wichtig ist dafür immer, dass der Besitzer und sein Tier ein Team sind und der Besitzer auch spürt, wenn das Tier eine Pause braucht. Das ist auch sehr wichtig, das man auch auf das Tier hört und dem Tier auch viele Pausen und Ausgleich geben, damit es Spaß bei der Sache behält. Ein Tier darf nie überfordert werden.

Punkte die gegen eine Tierhaltung im Seniorenheim spricht

Auch diese Punkte gibt es und die sollte man nicht verschweigen. Die Überforderungen vom Pflegepersonal, die auch so schon sehr viel Arbeit haben und dem nicht gewachsen sind, wenn dann noch Tiere dazu kommen, aber auch die Überforderungen der Tiere können Gründe sein. Je nach Tier bedarf es natürlich auch einiges an Pflege und Aufwand. Aber auch wenn man nicht den Platz hat, um das Tier artgerecht unterzubringen, wird oft ein Tier abgelehnt. Und das dann auch aus gutem Grund.

 

Kommentare 3

  • Eine schöne idee, das wäre mein Wunsch wenn ich da mal rein muss. Schön das langsam ein Umdenken kommt.

  • Huhu..

    Also mein Hund war damals auch schon sehr alt. Daher hat er auch öfter mal das Wasser nicht halten können. Aber das ist dann eben so. Ich finde es schade, wenn die Tiere dadurch gleich abgegeben werden. Wir Menschen sind auch nicht anderes, wenn wir richtig Alt sind.
    Finde deinen Bericht schön geschrieben.

    Alles liebe

  • Ich bin ja Altenpflegerin, ich finde Tiere im Pflegeheim wirklich toll für die Bewohner. Für die Fachkräfte ist es natürlich zusätzlich Arbeit.

    Lg Jasmin

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