Tiere untern Weihnachtsbaum

Weihnachten rückt immer schneller Näher und aus dem Grunde möchte ich einen Artikel schreiben, in den es um „Tiere untern Weihnachtsbaum“ geht. Viele Tierheime und Tierschutzorganisationen haben das schon länger eingeführt, dass es einige Wochen vor Weihnachten keine Tiere mehr in die Vermittlung kommen. Man kann sich die Tiere natürlich anschauen und Kennenlernen, und wenn man wirklich Interesse hat, auch die Tiere Reservieren kann. Einziehen dürfen die Tiere dann erst nach Weihnachten. Diese Aktion finde ich wirklich gut und selbst ein Zoogeschäft hier bei uns macht das so. Man umgeht so, dass man Tiere als Geschenk kauft, die dann später wieder weg müssen, weil man nicht nachgedacht hat.

Aber eigentlich sollte man nie ein Tier verschenken. Egal ob zu weihnachten, Geburtstag oder zu Ostern. Wenn eine Familie sich für ein Tier entscheidet, sollten alle dafür sein und sich das auch genau überlegen. Wenn man dann sagt, ja wir möchten ein Tier, sollte man in Ruhe sich nach einem neuen Familienmitglied umschauen.

Kein Tier gehört unter den Weihnachtsbaum

Natürlich Tierkinder sind was Besonderes. Sie sind klein, süß und haben einen Bonus, dass man unbedingt ein Tierkind haben möchte. Leider sehen aber nicht alle, dass die kleinen Mäuse auch mal größer werden. Das Tier braucht je nach Tierart einen Artgenossen, mehr Bewegung oder mehr Platz. Und vor allem, je nach Tierart kann das Tier auch mal gut 20 Jahre alt werden (Katzen) und in der Zeit kommen vielleicht auch mal Tierarzt Besuche und extreme Kosten auf einen zu.

Die Arbeit vom Tier, das man es sauber halten muss, wenn es in einen Käfig lebt. Das Hunde und Katzen Dreck machen, das auch mal was auf den Boden gehen kann oder das auch mal, was kaputtgemacht wird. Das sind auch Punkte, warum das Tier was glücklich vom Menschen untern Weihnachtsbaum gelegt wurde, schnell wieder weg muss.

Was ich aber auch schlimm finde, dass man sich einfach übereilt ein Tierkind holt, kauft, ohne dass man sich darüber Gedanken macht. Gerade bei Hunden muss man auf die Rasse achten. Nichts wäre schlimmer, als dass man sich einen Welpen holt, der zwar süß aussieht, aber vom Wesen her Beschäftigung braucht. Ich kann keinen Hund mir aussuchen, der von der Rasse her viel Bewegung braucht, Beschäftigung und dass mindestens 4 Stunden am Tag und kann aber nicht dem Hund gerecht werden. Das geht dann nach hinten los, man bekommt dann Probleme und am Ende muss der Hund dass wieder ausbaden.

Jedes Jahr werden tausende Tiere einfach entsorgt

Jedes Jahr, immer wieder kommt es vor das viele Tiere nach Weihnachten einfach im Tierheim abgegeben werden. Wenn es ganz schlimm kommt, werden die Tiere einfach irgendwo ausgesetzt. Das ist nicht nur Verboten, sondern ist das schlimmste, was man machen kann. Dann bitte sollte man den Arsch in der Hose haben und in das Tierheim gehen, eine Tierhilfe oder eine andere Stelle aufsuchen und das Tier abgeben. Das ist das wenigste, was man dann seinem Tier schuldet. Tiere aussetzen, viele Tiere leiden Qualen, werden verletzt oder gar überfahren, die Kälte und Nässe und auf einmal das alleine sein, das soll niemand durchmachen.

Das Beste ist hier natürlich, das man sich kein Tier als Geschenk kauft. Kinder wünschen sich immer Tiere, finde ich auch nicht schlimm. Aber dann nach Weihnachten, wenn man mit der ganzen Familie sich umschaut und vor allem sich auch beraten lässt. Hier ist auch das Tierheim ein guter Ansprechpartner, die Mitarbeiter kennen die Tiere sehr gut und helfen hier sehr gerne. Auch nach der Übernahme vom Tier ist das Tierheim weiter erreichbar bei Fragen aber auch bei Problemen und Sorgen.

Geschenke untern Weihnachtsbaum

Wenn man sich dann doch für ein Tier entscheidet, bitte macht das anders. Kauft Zubehör für die Tierart, Bücher und was man noch braucht. Das Tier kann man dann in Januar adoptieren und in die Familie holen. Dann weiß man auch, ob alle noch dafür sind. Gerade bei Kindern sieht man dann, wie sich das entwickelt und ob auch die Eltern bereit sind, das Tier mit den Kindern zu versorgen.

Sollte man sich doch dagegen entscheiden, kann man aber immer noch eine Tierpatenschaft übernehmen, ins Tierheim gehen und mit einem Hund spazieren gehen oder vielleicht jemand in der Nachbarschaft helfen. Man kann auch Tierpatenschaften im Zoo oder einem Tiergehege oft übernehmen, was für Kinder auch einen besonderen Reiz hat. So hat man Kontakt zu Tieren, tut was Gutes und doch hat man dann für Zuhause nicht die Kosten und die Arbeit.

Bitte überlegt Euch das wirklich sehr gut. Kauft keine Tiere für den Weihnachtsbaum als Geschenk. Ein Tier ist ein Lebewesen und sollte immer mit Respekt und Liebe behandelt werden.

Kommentare 5

  • Das finde ich richtig gut, was du da schreibst. Wir haben unseren Hund auch nicht an Weihnachten gekauft. Wir haben in überhaupt nicht den Kindern geschenkt. eins unser Kinder war damals schon als genug, um auch mit dem Hund laufen zu dürfen. Es ist ganz wichtig, das man als Erwachsener (oder schon älteres Kind) einen Hund möchte und nicht nur als Kind diese Hunde ja sooooo süüüüüüß findet und unbedingt auch einen haben möchte. Die kleinen Kinder haben meistens nur das „Süüüüß“ und die Erwachsenen und großen Kinder das „Süüüüß“ und die „Arbeit“!Lieben Gruß, Sandra

  • Gut, dass du das Thema ansprichst! Ich finde auch, dass Tiere nichts unterm Weihnachtsbaum zu suchen haben! Wir haben unsere Maya auch ganz unabhängig vom Fest im Sommer 2011 bekommen. Damals hatte eine Familie in unserem Ort Katzennachwuchs und suchte nach Leuten, die ein Kätzchen aufnehmen wollen. Wenn man sich für ein Tier entscheidet, muss das gründlich überlegt sein!

    Liebe Grüße
    Jana

  • Sehr gut geschrieben. Ich sehe das wie Du.

  • Hallo Julia,

    Tiere gehören auch für mich nicht unterm Tannenbaum, schon allein der Gedanke ist grausam. Tiere sind Lebewesen, die genauso eine Seele haben wie wir Menschen.

    Wer Tiere unterm Tannenbaum verschenkt, der denkt nicht nach und weiß nicht was er den Tieren antut. Das gleiche gilt natürlich auch für das spätere wieder abgeben der Tiere. Wenn man sich bewusst für ein Tier entscheidet, dann sollte man auch für das Tier da sein und nicht wieder abgeben.

    Liebe Grüße von
    xxx Unspoken – Soul xxx

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