Tiermärkte und das Ausland

Haustiere sind was für uns Menschen wichtig. Doch es gibt immer wieder Menschen, die nicht nachdenken woher die Tiere kommen. Viele möchte Tiere haben, aber am liebsten wenig ausgeben bis gar nichts. Das ist eine falsche Einstellung und kann auch nach hinten los gehen. Denn wer schon hier sparen möchte, der wird meistens beim Tierarzt nicht überlegen und kein Geld ausgeben wollen. Viele fahren dafür dann über die Grenzen Richtung Osten. Schon nach der Grenze findet man die ersten Märkte, auf denen man neben allem billigen Sachen auch Tiere günstig angeboten bekommt. In der Regel sind die jüngeren Tiers, wie Hunde, Katzen, Kaninchen, Vögel aber auch andere Tiere werden angeboten. Diese Tiere stammen zu 95% von Vermehrerzuchten bei denen das Geld an erster Stelle steht und nicht das Tier.

Die Muttertiere werden ausgenommen, sind immer schwanger und werden auch nicht betreut oder versorgt, wenn Sie mal Krank sind. Wenn die jungen Tiere oder die Mutter krank werden, oder Versterben ist das dem Züchter egal. Es werden dann wieder neue Weibliche Tiere gekauft und diese werden dann weiter gedeckt, nur um Jungtiere zu haben. Die Tiere bekommen nur das nötigste an Fressen und Wasser, aber mehr nicht. Keine Versorgung durch einen Tierarzt, kein gesundes Futter und werden von der Mutter viel zu früh getrennt. Meistens so früh, dass sie kaum ohne Muttermilch überleben können. Sie haben, wenn überhaupt gefälschte Papiere, keinen Impfschutz der wichtig ist und vorgegeben ist und sind voller Parasiten und Würmer.

Der Gedanke bei einigen ist aber auch „Oh das arme Tier, das muss ich befreien und das Leben retten.“ Aber ist das wirklich ein Retten? Nein, den es werden weiter junge Tiere produziert und weiter ausgebeutet. Viele der Tiere landen dann irgendwann im Tierheim, weil man die Kosten einfach nicht bedacht hat. Oder weil diese Tiere oft Pflege usw. brauchen. Und die Muttertiere werden weiter ausgebeutet und danach, wenn sie keine jungen mehr bekommen können entsorgt. Nicht in gute Hände abgegeben, nein weggeworfen werden diese Tiere. Also ist das kein Unterstützen der jungen Tiere, sondern man unterstützt damit die Vermehre und das ausbeuten der Weiblichen Tiere.

Kosten für ein Tier des Tiermarkts

  • Kaufpreis zwischen 10 und 300 Euro
  • Tierarzt Untersuchungen, weil das Tier krank ist bis 5000 Euro und mehr
  • Medikamente und besonderes Futter bis 500 Euro
  • Nerven, Kraft und viele Tränen

Ein gesundes Tier kostet vom Züchter oder Tierschutz zwischen 30 Euro und 1500 Euro. Mit Impfungen, Gesund und einen gültigen Chip. Vor allem bei Züchtern lernt man die Eltern kennen und im Tierschutz wird man aufgeklärt und bereut auch nach dem Kauf.

Problem ist das Tierschutzgesetz

Wir haben schon ein Tierschutzgesetz, aber das ist leider noch zu schwach. Strenger als in anderen Ländern, aber auch für Geschäftsleute und Menschen die nur Geld machen wollen, leicht zu umgehen. Das gilt leider auch für Polen so. Auch wenn es dort Versuche gibt, den Verkauf von Tieren aus „Hobbyzuchten“ einzudämmen, aber auch wenn das offiziell seit Jahren Verboten ist, ist es leicht zu umgehen. Hunde werden dann einfach verschenkt, denn nur lizensierte Züchter dürfen Welpen zum Kauf anbieten. Es werden dann dazu Zubehör verkauft das Teuer ist, ist diese Praktik erlaubt. Wer nun auf diese Angebote stößt, sollte das nicht ignorieren, sondern der Polizei melden. Schaut nicht weg, sondern handelt.

Tiermärkte gehören in vielen Ländern zum Straßenbild und schnell ist dann aus Mitleid und ohne das man überlegt ein Tier gekauft. Das man diese aber nicht einfach mit nach Deutschland nehmen darf, das wird ignoriert. Aber es gibt schon Gründe, damit sich Krankheiten und Seuchen nicht ausbreiten und andere Tiere angesteckt werden.  Auf diesen Märkten werden die Tiere zur Schau gestellt, haben keine Möglichkeit sich zurück zu ziehen oder sind auch nicht mit Futter und Wasser versorgt. Und erleben extremen Stress. Meldet sowas bitte auch der Polizei und dem Tierschutz, auch wenn es ein anderes Land ist. Nur so kann man mehr erreichen als weg zu schauen. Zumindest können diese dann dafür Sorgen das die Tiere Wasser und ruhe bekommen so gut es geht.

Die jungen Tiere liegen oft entweder eingeschüchtert und apathisch in einen Käfig oder werden mit Medikamenten aufgeputscht, damit diese aufgeweckt wirken. Aber Zuhause kommt dann das Böse erwachen und meistens sterben diese Tiere. Welpen dürfen auch nicht jünger als 15 Wochen sein, dafür gibt es für die Einfuhr strenge Regeln und auch wenn die Grenzen offen sind, sollte man das nicht riskieren. Leider findet man auch im Internet diese Verkäufer, die dann in Transportern durch Deutschland fahren und die Hunde / Katzen ins Zuhause bringen. Transportiert über Stunden in kleinen Kisten und oft mit gefälschtem Impfausweis usw. Verlockend, wenn man für einen Labrador statt 1000 Euro nur 300 Euro zahlen soll und sich das Tier anhand vom Foto aussucht. Eltern usw. kennt man nicht und auch sonst nichts vom Tier. Meldet solche Anzeigen, gebt das an den Tierschutz weiter, die setzen alles dran, dass diese Verkäufer auffliegen und bestraft werden.

Lösung sind Tierheime, Tierschutz und Züchter

Bitte wenn ihr ein Tier nach Hause holen möchtet, geht in den Tierschutz oder zu einem seriösen Züchter. Diese Tiere dort sind gesund, medizinisch betreut, geimpft und vor allem hat man einen Ansprechpartner vor und nach dem Kauf. Es gibt Gründe warum im Tierheim das länger Dauert mit einem Hund, damit Hund und Mensch auch zusammenpassen und ein Team bildet. Die Mitarbeiter kennen die Hunde und können gut einschätzen, ob es passen würde. Aber vor allem nimmt euch Zeit. Lernen den Hund bzw. das Tier kennen und überstürzt nichts. Macht euch Gedanken zu den Kosten für das Tier die Monatlich anfallen, aber auch für Tierarzt und den Urlaub. Erst dann kann es ein gutes und schönes Zusammenleben sein.

Es gibt zwar auch hier mal schwarze Schafe, aber mit einem guten Gefühl und zuhören beim Züchter und Tierschutz kann man vieles verhindern. Stellt Fragen immer und immer wieder, wenn ihr Elche habt. Dafür sind die Leute da, wenn euch was auf der Seele brennt.

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