Tipps wie dem Welpen das beißen abgewöhnen

Einen süßen Welpen haben, das ist immer eine sehr schöne und aufregende Zeit. Man holt sich den passenden Partner ab der 12. Woche nach Hause. Sofort muss man schon sanft anfangen mit der Erziehung. Das Üben von der Stubenreinheit mit den Welpen fordert viel Zeit und Aufmerksamkeit und was auch wichtig ist, viel Geduld, auch wenn mal was daneben geht. Mit meinen Dacky hatte ich hier wirklich viel Glück, man konnte das an einer Hand abzählen wie oft was in die Wohnung ging.

Mit der Zeit wird der Welpe natürlich immer selbstbewusster, wird aufgeweckter und probiert alles aus. Er übt und probt, wie weit er gehen kann, er kennt ja noch keine Grenzen. Das ist alles also normal und wer schon mal Welpen miteinander spielen gesehen hat, weiß auch, wie wild das auch zugehen kann. Damit der Welpe immer sozial bleibt und artgerecht groß wird, sollte der Welpe mit anderen Welpen spielen dürfen.  Es gibt aber auch in Hundeschulen für Welpen, extra Stunden in den die kleinen Spielen dürfen. Der Besitzer hat so auch viel Kontakt zu anderen Besitzern und bekommen Hilfe bei der Erziehung. Dem Welpen das beißen abgewöhnen, ein wirklich interessantes Thema.

Ein NO GO beim Welpen ist das beißen

Was natürlich nicht geht beim Welpen, ist das Beißen. Es ist natürlich nicht das Beißen, was man sofort denkt, das der Hund zubeißt und einen verletzt. Das meine ich nicht. Aber ein Welpe versucht natürlich in seinen Spieltrieb, an allem zu beißen. Spielzeug, Tischbeine und leider auch an den Händen. Das mag die erste Zeit vielleicht noch süß sein, jedoch sollte man das schon von Anfang an nicht erlauben. So lernt der Welpe das gleich, das man das nicht duldet, und hat damit später weniger Probleme.

Die Beißhemmung ist nicht angeboren, sondern muss erlernt werden. Hier muss man also vom ersten Tag als Besitzer anfangen, das man das nicht möchte. Der Hund muss aber auch lernen, dass er beim Spielen mit Menschen und anderen Artgenossen seine Kraft besser unter Kontrolle haben muss. Mit Welpen kann man ab der 6. Woche schon im Spiel lernen, das er vorsichtig sein muss. Beim Spielen kann man hier wunderbar mit der Stimme arbeiten.

Also immer, wenn beim Spielen zu intensiv mit dem Zähnen zu fest zubeißt, kann man etwas lauter aua oder so was rufen. Oder man jault etwas, das ist für den Welpen natürlich und erkennt das selber auch. So entziehen sich Welpen dem Spielen, wenn das zu intensiv ist. Als Mensch sollte man aber auch das Spielen dann unterbrechen, wenn man aua oder gejault hat. Weiter spielen kann man dann, wenn der Welpe zur Ruhe gekommen ist und sich hinlegt. Hier muss man ein gutes Fingerspitzengefühl haben vom Timing her.

Alternatives Spielzeug für den Welpen

Das Beste ist aber am besten, dass man gleich das knabbern an Fingern und Händen unterbindet. Für die Zähne und den Beißtrieb der Welpen kann man geeignetes Spielzeug wie Spieltau nehmen. Damit kann der Welpe spielen und drauf kauen. Ideal sind aber auch Kauknochen, die noch für Beschäftigung sorgen. Es gibt also genug Möglichkeiten und Ausgleich für den Welpen. Wenn man jetzt einen älteren Welpen bekommt, der das nicht gelernt hat, den muss man das dann Schritt für Schritt beibringen. Wichtig dabei immer mit Ruhe und Geduld und doch gleichzeitig sollte man energisch sein. Das heißt nicht dass man Brüllen muss oder den Hund schlagen. Nein, man muss nur dran bleiben und es nicht durchgehen lassen. Auch nicht wenn man das Mal Süß findet. Es gibt hier nur 2 Schritte. Entweder ich erlaube das meinen Welpen und mache nichts, oder ich gehe gleich gegen das Beißen vor und bleibe konstant dran.

Natürliche Verhaltensweisen nutzen für den Welpen

Das Aufstehen und weg gehen beim Spielen, wenn der Welpe mal beißt, kommt auch in der Kinderstube mit der Mama vor. Diese geht dann einfach. Also ist das eine natürliche Sache und tut niemand weh. Das man das Beißen nicht erlaubt ist nicht nur für uns Menschen ein guter Schutz, sondern auch für das Spielen und Raufen mit anderen Hunden. Es kann also schlimm ausgehen, wenn der Welpe irgendwann erwachsen ist und jemand beißt. Das kann neben Auflagen und vielen Kosten auch im schlimmsten Fall tödlich enden.

Mein Tipp, gleich von Anfang an den Hund das nicht erlauben und Alternativen suchen. Spielen mit anderen Welpen, fördert nicht nur das glücklich sein, sondern der Hund wird auch Verträglicher mit anderen Hunden. Man kann in einer Welpenspielgruppe viel Lernen und bekommt dort auch Hilfe bei der Erziehung. Spielzeug und Kauknochen können auch angeboten werden und sorgen auch für Abwechslung.

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Kommentare 7

  • Wir hatten immer mit einer Kommode unsere Probleme und zwar wenn er alleine war (also etwas später nicht sofort natürlich). Bis heute bleibt Flake ungern alleine, aber wir haben ein Ritual von der damaligen Hundetrainerin empfohlen bekommen, was bis heute super ist. Flake bekommt dann einen Kauknochen, wenn wir alle nicht da sind. Er kennt das jetzt natürlich schon und wenn wir uns sie Jacken anziehen und er „merkt“ das sonst keiner mehr im Haus ist, dann stellt er sich schon an den entsprechenden Schrank. Mit dem Kauknochen verschwindet er dann in seine Ecke und ist eine Weile beschäftigt. Gruß, Sandra

  • Huhu..

    Schön geschrieben aber ich glaube, dass mit dem Beißen geht eigentlich von alleine weg. Selber habe ich 3 Welpen aufgezogen und da waren großartig keine Unterschiede zu bemerken. Wichtig ist einfach, dass man sich mit den Tiere beschäftigt und ihnen von Anfang an nicht durchgehen lässt. Wie bei den Kindern eben 😉 Ich glaube, dein Text kann jedem helfen der einen Welpen zuhause hat.

    Alles liebe

    • Ich hatte auch immer Glück mit meinen Hunden. Aber das stimmt man muss sich wirklich viel Beschäftigen. Leider ist das nicht immer so, viele verlieren irgendwann das „Interesse“ oder meinen das andere Sachen wichtiger sind.

  • Meine Familie hatte 3 Hunde und bis auf den ersten (ein Schäferhund) waren eigentlich alle nicht besonders „bissig“. Vor dem ersten hatte ich immer Angst, aber da war ich auch noch sehr sehr klein und der Hund natürlich im Vergleich zu mir sehr groß! Die anderen beiden (ein Mischling) und ein Golden Retriever waren sehr liebe Tiere und ich vermisse sie!

    Liebe Grüße
    Jana

  • Ja, das mit dem beißen kenne ich auch. Meine Freundin hatte einen Labrador-Welpen. Der hat an allem geknabbert, was ihm vor die Schnauze kam. Gott sei Dank war sie mit ihm in einer Hundeschule. Der Hund hört jetzt aufs Wort und hat sehr schnell aufgehört, alles anzuknabbern.
    Dass man das auch auf das Kinderzimmer mit Kindern anwenden kann ist mir neu…schade…kommt so ziemlich genau 1 Jahr zu spät 😀
    LG christine

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