Verhalten der Katzen – Warum macht Sie das?

Habt Ihr euch nicht einmal gefragt, warum eure Katze das tut, was sie gerade macht? Warum Ihr Verhalten so ist? Wieso schnurrt eine Katze? Weshalb wird man mit dem Kopf immer angestoßen? Es gibt wirklich viele Sachen, da fragt man sich, warum macht meine Katze das eigentlich? Ich versuche mal, auf einige Verhaltensweisen der Katzen eine Antwort zu geben. Fehlt noch etwas? Dann lasst mir das gerne in den Kommentaren da.

Auf dem Rücken liegen/ sich rollen- Verhalten

Normal schützen die Katzen ihre Schwachstelle vor allem, was gefährlich werden kann. So bieten sie Ihren Gegner nicht gleich eine Angriffsfläche. Geschützt wird hauptsächlich Hals- und Bauch der Katze. Wenn jetzt aber unsere Katze sich so hinlegt, dass sie euch den Bauch und Hals ungeschützt zeigt, Ihr sie auch dort noch Anfassen und Streicheln darf, bedeutet das, das die Katze euch 100% vertraut und euch die schwächsten Stellen zeigt.

Rollt die Katze sich hin und her, ob jetzt beim Spielen alleine oder mit einer anderen Katze. Oder vielleicht beim Streicheln, bedeutet das nichts anderes, als das die Katze sich wohlfühlt und in Spielelaune ist.

Verhalten – Scharren am Futter/ am Futterplatz

Hier kann es 2. Gründe geben, warum eure Katze das macht. Entweder das Futter wird ganz und gar nicht gemocht und die Katze möchte einen das damit zeigen. Oder sie mag das Futter sehr gerne und möchte den Rest für Später Verstecken. Also wenn die Katze erst aus dem Napf frisst und danach mit der Pfote rumscharrt, möchte Sie das Futter in Sicherheit bringen. Das ist in der freien Wildbahn ein ganz natürliches Verhalten.

Scharrt die Katze sofort ohne das Futter zu probieren, passt der Katze das Futter nicht. Es kann aber auch einfach nur sein, das die Katze noch satt ist von der Mahlzeit davor. Das ist dann normal, man sollte das natürlich beobachten. Ich selber habe das bei meinen Katzen schon beobachtet, zum einen, dass man das Futter nicht mag, aber auch das Scharren nach dem Fressen.

Verhalten der Katze – Fauchen und Knurren

Das gibt es nicht nur bei Katzen, sondern auch bei anderem Tieren. Verstanden wird das von uns Menschen natürlich richtig. „Bleib von mir weg“, das verstehen natürlich auch andere Katzen untereinander. Aber, Fauchen und Knurren bedeutet nicht immer gleich, dass es Aggressionen sind. Es kann auch von unsicheren Katzen kommen. Aber auch in einer neuen Umgebung, wenn ein neuer Artgenosse dazukommt oder auch mal, wenn die Katze „genervt“ ist von uns Menschen, oder einen anderem Tier.

Miauen und andere Miau Geräusche

Eigentlich haben Katzen untereinander keine Laute miteinander. Das ist also eher für uns Menschen. Wenn wir auf das Miauen der Katze immer reagieren, festigen die Katzen das Verhalten. Sie machen das dann immer wieder. Vielleicht reagiert die Katze, wenn du sie anspricht, und antwortet mit einem Miauen. Oder, wenn Sie meint, sie verhungert zeigt sie einen das sehr deutlich mit dem Miauen und wir Menschen springen dann auch und geben Ihnen was. Es können aber auch andere Gründe sein für das Miauen. Ängste, Langeweile oder wenn die Katze meint, etwas geht ihr nicht schnell genug.

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Verhalten der Katze – Schnurren

Bedeutet auf der einen Seite Wohlfühlen, vertrauen und den Menschen damit glücklich machen. Aber es gibt auch die andere Seite. Es gibt Katzen die unter Stresssituationen auch Schnurren. Wenn man beim Tierarzt ist, wenn das Tier schmerzen hat oder auch wenn es Stress unter den Katzen gibt. Anhand des Schnurrens kann man nicht sagen, die Katze ist gesund und glücklich. Schnurren tut aber auch der Seele gut, also ein Seelentröster.

Köpfchen geben/ Köpfchen an uns tippen

Immer wieder haut die Katze ihr Köpfchen an uns, natürlich sanft gemeint. Doch warum macht die Katze das eigentlich immer? Man wird begrüßt und das Köpfchen wird an uns gestoßen. Gut, je nachdem wo die Katze das macht, kann es auch mal schmerzhaft sein. (Wenn die  Katze das am Morgen macht, und dabei unseren Kopf trifft.). Das ist aber nicht böse gemeint, sondern Katzen untereinander begrüßen sich auch so. So wird jeder, den man kennt und man sich freut begrüßt.  Und die Katzen haben am Kopf auch jede Menge Duftdrüsen, mit denen sie nicht nur Artgenossen und uns Menschen markieren, sondern auch andere Gegenstände. So nehmen wir Menschen, andere Tiere und die Gegenstände ihren Geruch an. Ist für uns aber nicht wahrnehmbar, diese Art des Markierens. Oft bekommt man auch einen Nasenstuber, dass bedeutet „Ich mag Dich“. Starke Zuneigung, wenn die Katze einen, dann noch über die Nase vorsichtig leckt. Starkes Vertrauen, was meine kleine Lili ab und zu bei mir macht, kurz meine Nase ablecken.

Verhalten der Katze – das Nuckeln an Sachen beim Kuscheln

Das ist keine schlimme Sache, meistens machen das Katzen wenn Sie noch Kinder sind. Oft verschwindet das mit der Geschlechtsreife wieder. Meistens machen das Katzen, wenn diese aus welchen Gründen auch immer zu früh von der Mutter getrennt wurde. Dadurch wurde der Prozess des Erwachsenwerdens um eine enorm wichtige Erfahrung beschnitten. Dabei nuckelt die Katze an Decken, Klamotten oder anderen Sachen, wenn man sie streichelt. Meistens sind die Augen dabei geschlossen und die Sachen sind dann vom Nuckeln leicht nass. Selten kommt das bei Erwachsenen Katzen vor, man muss sich aber keine Sorgen machen.

Flehmen

Schon mal gesehen das eure Katze, wo intensiv dran schnuppert und dann den Kopf leicht anhebt und den Mund etwas öffnet? Das machen Katzen, wenn sie einen interessanten Duft wahrnehmen und diese mit dem leicht geöffneten Mund noch intensiver aufnehmen. Habe ich noch nicht oft gesehen bei meinen Katzen, aber schon sehr interessant, wie das aussieht.

Treteln/Milchtritt

Kennen denke ich alle Besitzer. Das machen Katzen sehr gerne und das nicht nur im Babyalter. Dabei trampelt die Katze abwechselnd mit ein und ausgefahrenen Krallen auf einen weichen Untergrund. Gelernt haben die Katzen das bei der Mama an der Milchbar, um den Milchfluss im Gesäuge anzuregen. Das ist nichts Schlimmes, Katzen machen das in Situationen oder bei Bezugspersonen, wenn Sie sich rundum wohlfühlen.

Kommentare 4

  • Danke für diesen Bericht. Am besten gefällt mir der Absatz mit Köpfchen an uns tippen. Ich wusste bis jetzt nicht, was das genau bedeutet.

  • Huhu.

    Sehr cool. Bei einigen Dingen wusste ich das noch nicht. Das Miauen haben wir oft bei unserer. Sie kommt uns uns, schaut uns an und „Miau“ ^^ meist will sie dann spielen.
    Schön zusammen gefasst.

    Alles liebe

  • Auf dem Rücken liegen und Vertrauen, das kenne ich auch von meinem Hund. Das Schnurren fehlt mir manchmal. Ich hatte als Kind nämlich eine so liebe Katze. Interessant, manches wusste ich (noch), anderes ist mir neu. Einen lieben Gruß, Sandra aus dem hundelastigen 😉 Sommerzimmer

  • Dass es für das auf der Stelle treten einen Begriff gibt, überrascht mich jetzt. Ich dachte, dass wäre nur eine Macke bestimmter Katzen und nun lese ich, dass das ein angeborener Reflex ist, den sie auch später noch beibehalten. Wieder was gelernt 🙂
    Viele Grüße,
    Yvonne

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