Was genau ist eine Reitbeteiligung?

Reitbeteiligung, das ist eine günstigere Alternative zum eigenen Pferd. Aber auch eine Lösung, wenn man reiten möchte, aber nicht die Zeit für ein eigenes Pferd hat. Und immer nur in der Reitschule den Reitunterricht auf den Pferden ist irgendwann auch nicht mehr ausreichend. So hat man die Möglichkeit sich eine Reitbeteiligung zu suchen. Viele Pferdebesitzer suchen jemanden, der das Pferd zu bestimmten Zeiten bewegt und versorgt.  Dafür nehmen die Pferdebesitzer dann einen kleinen Betrag, der immer unterschiedlich ist. Je nachdem wo das Pferd steht, wie oft man das Pferd reitet und sonstige Abmachungen.  Preise können zwischen 50 € bis zu 150€ und mehr gehen.

Reitbeteiligung – Wo kann ich nach einer Suchen?

Um die Reitbeteiligung zu finden, kann man verschiedene Sachen machen. Zum einen im Reitstall, in den man ist, sich umhören und einen Zettel am Schwarzen Brett aufhängen. Meistens hört man dann von anderen Reitern, dass jemand, jemand sucht. Ansonsten kann man das Internet nutzen. Auf Facebook gibt es viele Gruppen mit Pferden. Da am besten welche suchen für Eure Stadt und Umgebung. Damit hat man sehr große Chancen Pferdebesitzer zu finden, die jemand suchen. Dort kann man natürlich auch ein Gesuch aufgeben.

Wichtig aber, seit ehrlich mit Euren reiterlichen Fähigkeiten. Also nicht angeben, sondern ehrlich sagen, wie Ihr reitet und vor allem was Ihr sucht. Nur einfach ein Pferd, das Ihr Reiten dürft, aber auch mal vom Boden aus Arbeiten und Spazieren gehen oder möchtet Ihr auch mal ein Turnier gehen. Das alles kann man mit dem Pferdebesitzer besprechen, und wenn das dann passt, kann man sich Treffen. Bei dem Treffen merkt man auch schnell, ob die Chemie stimmt und ob Ihr mit dem Pferd auch zurechtkommt. Wenn die Chemie stimmt, macht man meistens einen Zeitraum aus, in den man das Pferd auch kennenlernt. Das ist sehr wichtig, und wenn dann alles stimmt, kann man eine Reitbeteiligung draus machen.

Reitbeteiligung und was man beachten muss!

Man hat nicht nur Spaß am Pferd und dass Arbeiten mit dem Tier, sondern auch Pflichten. Vor allem sollte man sich an die Regeln und Bedingungen des Pferdebesitzers halten. Also nicht einfach irgendwas machen, was die Besitzerin nicht möchte. Dazu gehört ein guter und sanfter Umgang mit dem Pferd, den dass bekommt man ja auch anvertraut. Man muss wirklich einen verantwortungsbewussten Umgang haben und korrekt mit dem Pferd umgehen.  Achte drauf, dass es sich nicht verletzt, wenn Du mit dem Pferd reitest oder trainierst und dir, was auffällt, was nicht typisch ist, oder wenn Du merkst, das irgendwas mit dem Pferd ist, melde dass gleich den Besitzer.  Solltest Du etwas falsch gemacht hast, oder einen Fehler, sage dass den Besitzer ehrlich und stehe zu Deinen Fehlern. Auch das gehört dazu und man lernt aus seinen Fehlern. Und der Besitzer sieht, dass Du das ehrlich meinst und das kann das Vertrauen vertiefen.

Du musst zuverlässig sein und Dich an die abgesprochenen Tage und Termine halten. Sollte was dazwischen kommen, sage dem Besitzer das rechtzeitig.

Wichtig ist aber auch das Reden. Immer wenn etwas unklar ist oder man Fragen hat, sollte man sich nicht scheuen und diese Stellen. Und was noch wichtig ist, wenn das Pferd einmal krank ist und nicht geritten werden kann, sollte man trotzdem zum Pferd gehen und es versorgen, und wenn es darf, einfach etwas grasen gehen. Das sind auch Deine Pflichten. Reiten ist toll, aber es gehört auch alles andere dazu, zur Reitbeteiligung.

Und wichtig, niemand anderes auf das Pferd lassen oder mit dem Pferd arbeiten. Egal wie sehr Deine Freunde betteln, lasse Sie nicht auf das Pferd oder damit arbeiten. Das möchte die Besitzerin nicht. Auch nicht nur einmal drauf sitzen.

Wichtige Punkte für die Reitbeteiligung

  • Halte dich immer an die Absprachen und machen nichts, was nicht abgesprochen ist.
  • Sei gewissenhaft und kümmere dich um das Pferd.
  • Lasse niemand anderes auf das Pferd oder damit Arbeiten.
  • Rede immer mit der Besitzerin wenn es was gibt. Melde auch wenn dir am Pferd etwas auffällt was sonst nicht so ist.
  • Rufe den Besitzer sofort an wenn das Pferd krank ist. Besprechen vorher auch, was du machen sollst wenn der Besitzer mal nicht erreichbar ist.
  • Halte dich an die Termine und wenn was dazwischenkommt, sage rechtzeitig bescheid.
  • Zahle deinen Betrag Pünktlich zum abgemachten Termin. Am besten einen Dauerauftrag damit dass alles Pünktlich erledigt ist.

Was ist wenn ich einen Unfall mit meiner Reitbeteiligung habe?

Für solche Sachen sollte man einen Vertrag abschließen, in dem alles aufgelistet steht. Es gibt verschiedene Verträge, die man nehmen kann, man sollte aber genau schauen, dass wirklich alles auch bestand hat im Notfall. Wichtig ist auch, wie das mit den Versicherungen ist, ob die Besitzerin eine Versicherung hat, in den die Reitbeteiligung auch mit abgedeckt ist. Man sollte natürlich auch selber eine Versicherung haben, damit man selber auch abgedeckt ist, wenn man sich verletzt.

Im Vertrag steht aber auch drinnen, welche Pflichten man macht. Wie das Reiten, Tätigkeiten wie Weide/Paddock abäppeln oder Ähnliches. Dann natürlich, was man machen bzw. nicht machen darf. Wie aufs Turnier gehen. Es steht drinnen, bis wann man das monatliche Geld zu entrichten hat. Evtl. steht auch drinnen, wie das ist, wenn das Pferd für länger krank ist, wie man das dann regelt. Und natürlich auch wichtig, wie die Haftung aussieht. Auch sollte man das Besprechen bzw. im Vertrag aufnehmen, wie das ist, wenn die Reitbeteiligung etwas am Material kaputtmacht usw. Das ist eine Absicherung für beide Seiten, die auch wichtig ist.

Reitbeteiligung Pferd

(Bild wurde zur Verfügung gestellt von Barbara K.)

Kosten einer Reitbeteiligung – Varianten

Es gibt für die Kosten verschiedene Varianten der Kostenbeteiligung der Reitbeteiligung. Welche jetzt bei der aktuellen Reitbeteiligung ist, muss man mit dem Besitzer absprechen.

  • Die Kosten für das Pferd werden 1:1 zwischen Pferdebesitzer und Reitbeteiligung aufgeteilt. Dabei werden die Fixkosten die pro Jahr für das Pferd anfällt addiert. Dann werden die jährlichen Kosten ermittelt und auf dem Monat umgelegt und dann 1:1 auf die Reitbeteiligung umgelegt. Das heißt, wenn man das Pferd an 3 Tagen der Woche reitet, und der Pferdebesitzer eine Belastung von 450€ im Monat, so entfallen monatliche Kosten von 195€ auf die Reitbeteiligung.
  • Die Ermittlung der Kosten für die Reitbeteiligung wird nur die Stallmiete herangezogen und zu gleichen Teilen zwischen der Besitzerin und Dir geteilt. Andere Kosten wie Hufschmied, Impfen usw. trägt der Pferdebesitzer. Das ist die 50:50 Variante.
  • Dann gibt es noch die stundenweise Abrechnung, dabei zahlt man dann pro Tag, an den man das Pferd geritten hat, einen vereinbarten Betrag. Der kann zwischen 10€ und 20€ liegen. Jedoch kann das zu Problemen mit dem Pferdebesitzer geben, man könnte das als Pferdeverleih ansehen.
  • Einem ausgemachten festen Betrag, den der Pferdebesitzer vorgibt. Meisten rechnet der Pferdebesitzer dann, aus was im Jahr für das Pferd anfällt, und teilt das dann durch die Monate und Tage. Es kann aber auch sein das man das mit den Kosten nur für den Hufschmied, Zusatzfutter usw. nimmt. Das ist unterschiedlich von Pferdebesitzer zu Pferdebesitzer.
  • Es gibt aber auch die Reitbeteiligung, die dann Arbeitskraft zum Ausgleich anbietet. Das heißt, das man an den ausgemachten Tagen nicht nur das Pferd pflegt und reitet, sondern auch die anfallenden Arbeiten wie Misten, Abäppeln. Zaun Kontrollieren usw. übernimmt. Dafür kann man dann reiten, ohne dass man noch bezahlen muss. Das sollte man dann aber schriftlich festhalten, nicht dass man nachher noch extrem viel mehr erledigen soll. ES muss ein gutes Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen haben.

Kommentare 5

  • Meine Nichte geht auch gerne reiten! Für sie wäre das bestimmt interessant, ich werde deinen Artikel mal weiterempfehlen 😉

    Liebe Grüße
    Jana

  • Gut zu wissen! Ist momentan noch kein Thema. Aber so wie meine Kleine auf Pferde spinnt, wird mich das noch einholen. Die Möglichkeit einer Reitbeteilung ist da bestimmt mal eine tolle Sache. Da muss man aber auch schon etwas älter und erfahrener sein, oder? Für Anfänger ist das nichts, denke ich. LG, Tina

    • Für Anfänger ist das schon schwer, da würde ich eher Reitstunden nehmen und ein Pflegepferd suchen. Das kann man dann Putzen, Spazieren gehen und den Umgang lernen.:)

  • Huhu…

    Finde ich sehr interessant und wäre ja auch was für uns. Ich habe ja schon länger überlegt, wieder Reiten zu gehen und auch mein Sohn, würde dies gerne mal ausprobieren. Dann allerdings lieber auf einen Pony 😉
    Dein Beitrag finde ich recht spannend und gibt mir viele wichtige Informationen. Danke dir dafür.

    Alles liebe

  • Das ist genau der richtige Beitrag für meine Tochter! Auch sie möchte gern reiten und redet immer von Reitbeteiligungen… Dafür reicht das Taschengeld aber nicht aus. Deine Aufstellung ist super detailliert und gut geschrieben.
    Reiten ist eben ein teures Hobby…
    Viele Grüße,
    Yvonne

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