Was ist der Gedanke für die Hundesteuer?

Hundehaltung ist was Schönes. Man unternimmt vieles zusammen und vor allem kommt man raus an die Luft. Ich habe das immer genossen, mit meinen Dacky raus zu gehen. Waren stundenlang unterwegs und haben die Natur und andere Hunde kennengelernt. Doch es gibt auch die Kehrseite, die Kostenseite die auf einen zukommt. Je nach Stadt oder Dorf sind die Hundesteuern unterschiedlich. Ich habe um die 130€ im Jahr bezahlt, was für mich nicht wenig war, ein Freund hat nur 20 km weiter nicht mal 50€ im Jahr bezahlt für seinen Hund. Da ist schon ein Unterschied, wobei wenn ich mir die Hundesteuer und Bußgeld Tabelle anschaue, legen wir noch im guten Bereich.

Doch warum muss man eigentlich Hundesteuer bezahlen, wenn dafür nichts für die Hunde gemacht wird? Eine gute Frage und zumindest in Kiel sehe ich, dass es für Hunde einige Hundeausläufe entstanden sind. Ob die nun ausreichend sind und auch gut vom Zaun her, das ist ein anderes Thema. Aber dort kann man den Hund laufen lassen ohne Leine. Dann gibt es auch Hundekotbeutel, die es kostenlos gibt, diese werden aber auch nicht mit den Mitteln der Hundesteuer hergestellt, sondern werden von Sponsoren zur Verfügung gestellt.

Dacky Snoopy

Hundesteuer und warum gibt es diese? 

Eine gute Frage, die man sich stellt, warum gibt es eigentlich die Hundesteuer? Ich habe mich das auch gefragt und doch musste ich wirklich lange suchen über Google, bis ich Antworten bekommen habe. Wenn nun jemand sagt, dass diese dafür da ist, um den Hundekot zu entfernen, der liegt falsch. Damit wird nicht der Hundekot entfernt. Aber warum muss man für einen Hund nun eine Hundesteuer bezahlen? Da muss man weit zurückgehen, im 15. Jahrhundert nannte man Hundesteuer noch Hundekorns. Bauern, die von einem Lehnsherrn abhängig waren, mussten für jeden gefalteten Hund eine Abgabe leisten.

Nach dem diese Abgabe Pflicht wieder verschwunden war, kam im 19. Jahrhundert die Abgabe, auf die man dann „Hundesteuer“ nannte. 1796 hat Großbritannien eine Luxussteuer eingeführt, folgte Dänemark 1807. Im gleichen Jahr folgte dann auch Fürstlich Isenburgische Regierung zur Erhebung der Hundesteuer in Offenbach am Main mit der Hundesteuer. Von da an musste jeder Hundebesitzer einen Reichstaler pro Jahr bezahlen. Das Geld diente damals für die Kriegsschulden, damit man dieses Tilgen konnte. 1809, als Sachsen-Coburg eine Hundesteuer erhob. Hier war der Grundgedanke, die Ausbreitung von Seuchen einzudämmen und der Gedanke war auch die Anzahl der Hunde zu reduzieren. Dabei musste aber nicht jeder die Hundesteuer bezahlen. Ausnahmen wurden für Jäger, Nachtwächter und Dorfbewohner am Waldrand gemacht. Immer mehr Städte zogen nach, bis es überall dann die Hundesteuer gab. 

Trennungsangst Dackel Dacky

Der Gedanke der Hundesteuer

Die Gemeinden haben hier verschiedene Gedanken, warum es die Hundesteuer gibt. Zum einen möchten Sie damit vermeiden, dass es zu viele Hunde gibt. Aber auch der Gedanke das man so die Tollwut und Verletzungen durch Hunde verringern sollen. Und der Gedanke ist auch der, dass man sich nur einen Hund anschafft, wenn man sich die Hundesteuer leisten kann. Aber eigentlich kann man das jetzt auch luxusteuer nennen, wenn man in der Tabelle sich die unterschiedlichen Höhen anschaut. Daneben findet man dann auch die diechte der Hundehaltung in den Städten. Natürlich sind das meistens noch mehr Hunde, wenn man die dazu zählt, die nicht gemeldet sind und auch die Hunde, die noch im Tierheim sitzen.

Was aber zu sehen ist, dass die Hundesteuer in Dänemark, Großbritannien, Schweden, Frankreich und andere Länder ganz ohne die Hundesteuer auskommen. Davon ist Deutschland noch weit entfernt. Doch das würde ich den Hundehaltern wünschen, dass es ein Umdenken geben würde und die Hundesteuer irgendwann wegfällt.  

Bußgeld ist eine Sinnvolle Sache 

Es wird immer mehr Bußgeld geben, wenn man den Hundekot nicht wegmacht. Kann man natürlich auch drüber diskutieren, aber diese paar Sekunden zum Wegmachen muss man haben. Und die Hundekotbeutel kosten auch nicht die Welt, und da die auch auf kleinen Rollen sind, passen diese auch in die Hosentasche oder man kauft eine Dose, die man an die Leine anbringt. Damit ist das Problem auch gelöst. Ich ärgere mich auch über Hundehalter die den Kot nicht Wegmachen und leider sieht man bei mir in der Straße immer die gleichen Leute, die dann einfach weitergehen. Und es ist einfach unangenehm, wenn man im Dunkeln rein tritt. Da finde ich die Maßnahmen sehr gut und auch das man hinter den Sündern her ist. Vielleicht lernen die Leute das dann, wenn es teuer wird.

Auch wenn ich Hunde liebe, kann ich Menschen verstehen die möchten, dass der Hund an der Leine ist. Die Gemeinden haben das auch in der Satzung stehen, dass es Leinenpflicht gibt. Natürlich muss ein Hund auch mal Auslauf haben und Toben können. Aber dafür gibt es unterschiedliche Flächen oder man muss aufs Land fahren. Ein Hund kann nie zu 100% unter Kontrolle gehalten werden. ES kann immer sein, das der Hund auf die Straße rennt und einen Unfall verursacht. Und nein, es zählt nicht das Argument, das man ja eine Hundeversicherung hat. Es können Menschen und auch der Hund zu Schaden kommen und das kann man nicht mit Geld wieder gut machen. Daher finde ich selber hier das Bußgeld in Ordnung, was ausgesprochen werden kann. Da finde ich das schon Recht wenig an Bußgeld. Interessant wäre natürlich, wie das gemacht wird, wenn man jemand öfters erwischt. Ich denke, das wird alles dokumentiert.

Hundehaltung besteht nicht nur aus Spaß und Hobby, sondern auch mit Pflichten. Diese sollte jeder beachten, dann gibt es ein gutes Miteinander und man schont auch das Konto. Wenn man aufpasst, auch alles wegmacht und auf ängstliche Menschen Rücksicht nimmt, wird es weniger Stress geben. Oder wie seht ihr das Ganze? Habt ihr einen Hund oder was wünscht ihr Euch vom Hundehalter?

Grundausstattung Hund Dacky 1999

 

 

 

Kommentare 4

  • Interessanter Bericht. Da habe ich mir noch nie Gedanken darüber gemacht – aber ok, ich habe auch keinen Hund. 😉
    Ab und an ärgere ich mich ehrlich gesagt auch über den Hundekot, der einfach nicht weggemacht wird. Und bei uns hängen die Beutel kostenlos aus…

  • Also direkt von den Hundesteuer halte ich Persönlich nichts. Soll man doch eigentlich Froh sein, das Tiere ein schönes Zuhause bekommen und sowas wie Katzensteuer gibt es schließlich auch nicht. Bei uns in der Kleinstadt bezahlt man ja zwar nicht viel, dennoch bin ich der Meinung, das sowas nicht sonderlich gerechtfertig ist.

    Alles liebe

  • Ich hatte von dem Thema auch so gar keine Ahnung! Wir hatten zwar früher auch mal Hunde (also meine Eltern), aber damals hatten sie sich um die Hundesteuer gekümmert. Hier auf dem Lande bezahlt man da sicher weniger, als in der großen Stadt, aber was hier für die Hunde getan wird, wüsste ich auch nicht!

    Liebe Grüße
    Jana

  • Wenn die Menschen miteinander reden könnten wäre so einige Gesetzt überflüssig. Grundsätzlich sollte man Steuern vermeiden, da dies immer auf Kosten der freien Selbstbestimmung geht.

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