Wie finde ich den richtigen Tierheilpraktiker

Neben den Tierarzt sucht man vielleicht auch noch einen Tierheilpraktiker. Doch damit stellt man sich die Frage, wie finde ich einen guten Tierheilpraktiker?  Das ist nicht immer einfach und genauso anspruchsvoll wie die Suche nach dem richtigen Tierarzt. Doch es ist nicht unmöglich und man sollte sich am besten vor der Suche, eine Liste schreiben, was einen wichtig ist. Hört sich anstrengend an, ist es aber nicht und eine Liste hilft einen, das man nichts vergisst, wenn man einen Termin hat. Man sollte offen in den Termin gehen mit seinem Tier.

Ich habe mir zum Thema ein paar Gedanken gemacht, was für mich wichtig wäre, um rauszufinden, ob der Tierheilpraktiker gut ist und ich mich mit meinem Tier dort wohlfühlen würde. Es ist natürlich auch das Bauchgefühl, das innere Gefühl was man hat, wenn man jemand zum ersten Mal trifft. Aber nicht nur dieses Gefühl, sondern auch viele andere Faktoren sind wichtig, damit man gut aufgehoben ist und die Behandlung gut auf das Tier abgestimmt ist.

Gedanken zum Finden eines Tierheilpraktiker

  • Höre auf deinen Bauch. Man hat immer ein Gewissen Gefühl wenn man jemand Kennenlernt. Wenn einen da das Gefühl schon sagt, nein das passt nicht, sollte man drauf hören und es lassen. Dieses Gefühl täuscht einen meistens nicht.
  • Drauf schauen wie das mit den Therapien ist. Wenn zu viele angeboten werden, kann das evtl. auch zu Verzettelungen kommen. Das muss nicht, kann aber. Es sollten daher nur wenige Therapien angeboten werden.
  • Eine Mitgliedschaft in einen Verband wie z.B. VDT= Verband deutscher Tierheilpraktiker sagt leider nichts aus. Es sagt leider nicht aus das die Qualität der Arbeit gut ist.
  • Wichtig finde ich, dass der Tierheilpraktiker sich auch regelmäßig weiterbildet und auch evtl. Praktika macht.
  • Eine Homepage kann aussagekräftig sein. Es sollte dort dann auch eine Vorstellung des Tierheilpraktikers sein, welche Erfahrungen und Lehrgänge er gemacht hat. Preise wären natürlich auch toll, diese kann man ansonsten auch Nachfragen. Eine Homepage sagt aber auch nichts über die Qualität und die Behandlung aus.
  • Der Tierheilpraktiker sollte sich Zeit nehmen für die Behandlung vom Tier. Dazu gehören auch fragen zum Verhalten und Wesen des Tieres. Und es sollte auch zu jeder Frage die man stellt, eine Antwort bekommen. Also auch eine Erklärung warum man eine bestimmte Behandlung nimmt und welche Dosierungen man nimmt.
  • Der Tierheilpraktiker sollte nicht am Tier experimentieren. Sondern wenn es nötig ist weitere Untersuchungen machen. Er sollte dabei ruhig sein, damit das Tier sich nicht weiter stresst.
  • Ein guter Tierheilpraktiker verflucht keinen Tierarzt. Hier sollte man drauf Wert legen, das man im Notfall zusammenarbeitet wenn es erforderlich ist. Hier muss Hand in Hand gearbeitet werden.
  • Man sollte den Tierheilpraktiker auch gut erreichen können, wie auch den Tierarzt. Es gibt welche die man auch am Wochenende anrufen darf. Das ist leider nicht bei jeden so, aber zu den normalen Zeiten sollte man ihn schon gut erreichen können. Im Notfall auch ohne Termin vorbeikommen dürfen.
  • Gute und vor allem auch seriöse Arbeit hat ihren Preis. Wenn jetzt nur 20€ genommen wird, wäre ich sehr Vorsichtig. Natürlich möchte man Sparen, aber das ist hier der falsche Platz. Meistens ist der Preis für eine Erst Anamnese um die 100€ bis 200€ je nach Stadt.
  • Das Auftreten vom Tierheilpraktiker sollte freundlich, ruhig und vor allem kompetent sein.
  • Nachfragen wird vom Tierheilpraktiker Beantwortet und noch einmal erklärt, wenn was nicht Verstanden wurde.
  • Die Rechnung sollte gut aufgelistet sein in den einzelnen Punkten. Sie sollte transparent sein.
  • Am besten funktioniert immer noch die Mund zu Mund Propaganda. Erfahrungen von anderen Tierbesitzern finde ich noch am wichtigsten, genauso wie bei einen Tierarzt.

Ein nicht geschützter Beruf der Tierheilpraktiker

Man sollte sich aber im Klaren sein, der Beruf Tierheilpraktiker ist nicht geschützt. Jeder, und damit meine ich wirklich jeder mit und auch ohne Ausbildung darf sich so nennen. Es gibt keine Ausbildungsstandards oder staatlich geregelte Prüfungssysteme. Jeder muss es also für sich entscheiden, wie gut er ausgebildet ist und er seine Praxis eröffnet. Diese Ausgangssituation macht es uns Tierbesitzern natürlich nicht einfach, den richtigen Tierheilpraktiker für sein Tier zu finden. Daher ist es immer am besten, wenn man jemand kennt, der selber einen Tierheilpraktiker hat und den man nach seiner Erfahrung ausquetschen kann. Diese Empfehlungen sind sehr wichtig und kann einen vor Enttäuschungen schützen.

Die Ausbildung vom Tierheilpraktiker

Wenn man einen Tierheilpraktiker auf seine Ausbildung und Weiterbildung anspricht, wird ein guter auch gerne Auskunft drüber geben. Zu einer guten Ausbildung gehört in meinen Augen die Anatomie, Pathologie, Recht, Physiologie und viel Praxis und noch einiges mehr. Hier ist die Erfahrung, die man sammeln kann sehr wichtig. Eine gute Arbeit kann man natürlich nur leisten, wenn man dafür entsprechend ausgebildet ist. Dazu gehört jetzt nicht unbedingt das Arbeiten bei einem Tierarzt dazu, bzw. wenn nur das angegeben wird. Meistens jobben die dort nur kurz oder machen ein Praktikum. Das ist natürlich nicht ausreichend, jedoch unterstützend für den weiteren Gang in Richtung Tierheilpraktiker sein.

Ein gutes Verhältnis und Vertrauen zwischen Tierarzt und Tierheilpraktiker ist schon wichtig und kann dem Tier helfen. Beide Methoden können gut miteinander Arbeiten und sich ergänzen.

Therapieformen vom Tierheilpraktiker

Es gibt viele verschiedene Therapieformen und leider auch immer wieder Tierheilpraktiker, die damit glänzen möchten und alle anbieten. Doch eigentlich ist das nicht möglich. Man kann einfach nicht in allem wirklich gut sein. Weniger ist hier auch oft mehr und besser. Also eine lange Liste, die jemand anbietet, da wäre ich persönlich sehr vorsichtig. Es gibt z.B. Homöopathie, Akupunktur, Blutegel-Therapie, Bioresonanz, Farblichttherapie, Schüssler-Salze, Bachblüten-Therapie, Edelsteintherapie usw. Aber man kann sich nicht in alles weiterbilden. Man muss selber am besten seine Punkte raus suchen, die einen interessieren und man sich dann fortbilden.

 

Kommentare 1

  • Hallo, ein sehr guter uns ausführlicher Bericht über Tierheilpraktiker, wusste gar nicht das es das gibt. Werde mich mal erkundigen, ob es hier bei uns auf dem Lande einen gibt.

    Liebe Grüße
    Bo

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